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Die Zahnbürste
Die Zahnputztechnik
Die elektrische Zahnbürste
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Die tägliche gründliche Pflege der Zähne ist für
deren Gesundheit und der des Mundes von besonderer Bedeutung. Es gilt
nicht nur die Entstehung von
Karies und
Parodontitis zu verhindern, sondern auch für einen angenehmen
Atem zu sorgen. Dabei darf man eines nicht außer Acht lassen: mit
sauberen Zähnen wirkt man attraktiver. Ebenso sollte die Wirkung
der Bakterien in der Mundhöhle auf den Gesamtorganismus nicht
unterschätzt werden: neueste Studien zeigen, daß diese
Einluß auf Allgemeinerkrankungen wie Herzinfarkte oder
Frühgeburten haben können. Trotz unseres hohen sozialen
Standards in Deutschland ist die Zahnpflege bei vielen Menschen eher
mittelmäßig. Es ist daher eine wichtige Aufgabe des
Zahnarztes, den Patienten immer wieder in der richtigen Mundhygiene zu
unterweisen. Der Handel bietet eine Vielzahl von Pflegeprodukten,
die leicht verwirrend wirken können. Aus diesem Grunde sollen
nachfolgend einzelne Hilfsmittel der Mundhygiene und deren Bestandteile
beschrieben werden, ohne einzelne Produkte besonders zu empfehlen.
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Die Zahnbürste:
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Fast jeder besitzt eine, aber leider nur wenige benutzen sie richtig:
die Zahnbürste. Sie sollte einen kleinen Kopf mit mehreren
Büscheln aus Kunsthaar haben. Die Borsten sollten nicht zu hart
sein, um das Zahnfleisch nicht zu verletzen. Weitere Entwicklungen der
Industrie wie unterschiedlich hohe Borsten, bewegliche Köpfe oder
Federungen sind nicht unbedingt notwendig. Dennoch sollte man nicht
vergessen, daß ein angenehmes Gefühl bei der Zahnpflege ein
vorzeitiges Ermüden und Aufhören verhindert, so daß sich
jeder die Bürste heraussuchen sollte, die einem dieses
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Abb. 1: verschiedene Zahnbürsten
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gute Putzgefühl gibt. Die Zahnbürste sollte im Abstand von 3
Monaten gewechselt werden, weil die Borsten nach dieser Zeit ausfransen.
Da Bakterien die Zahnbürste besiedeln, ist ein Wechsel
ebenfalls aus rein hygienischen Gründen notwendig. Aus diesem Grund
sollte die Zahnbürste auch immer trocken gelagert werden.
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Die Zahnputztechnik
Die Putztechnik sollte den individuellen Fähigkeiten und der Situation
im Mund angepaßt sein. Im allgemeinen wäre es zu empfehlen, die
Innenflächen der Zähne zuerst zu reinigen. Da diese Region
schwieriger zu erreichen ist, sollte sie zu Beginn geputzt werden. Man sollte
dabei nach einem festen Schema vorgehen, von dem man nicht abweicht, so
daß keine Stellen ungeputzt bleiben. Besonders wichtig ist die
drucklose Reinigung, um weder Zahnfleisch noch Zahnhals zu verletzen.
Druckvolles Scheuern hat keine bessere Reinigungswirkung als sanftes
Bürsten ! Zur Kontrolle sollte man darauf achten, daß die
Bürsten nicht seitlich umbiegen. Die Dauer einer solchen Reinigung liegt
bei ca. 2-3 Minuten. Oftmals wird diese aber bereits nach einer Minute
abgebrochen. Eine zweimalige gründliche Reinigung der Zähne pro Tag
ist ausreichend, idealerweise putzt man dreimal. Der richtige Zeitpunkt ist
umstritten. Generell kann empfohlen werden, die Zähne morgens nach dem
Frühstück und abends vor dem Zubettgehen zu reinigen. Bei
häufiger Einnahme von sauren Getränken und Speisen (Orangensaft,
Joghurt, Zitronen, etc.), sollte man die Zähne vor dem
Frühstück säubern. Vor dem Zähneputzen sollte man den Mund
gründlich ausspülen, um zurückgebliebene Speisereste zu
entfernen. Nach der Reinigung ist es vorteilhaft nur auszuspucken, damit die
Flouride der Zahncreme ihre Wirkung über längere Zeit entfalten
können.
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Es gibt verschiedenste Zahnputztechniken, die dem Alter, der
Situation im Mund und den individuellen Fähigkeiten
angepaßt sind. Kleine Kinder putzen am besten mit der
"Fones"-Technik. Hierbei wird die
Zahnbürste senkrecht auf die geschlossenen Zahnflächen
gestellt und mit leichten, kreisenden Bewegungen geführt.
Für Kinder leicht zu merken ist der Satz: "Von Rot nach
Weiß, immer schön im Kreis.". Kleinkinder sollten
Zahnbürsten mit großen Griffen benutzen, die sie leichter
halten und führen können.
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Abb. 2: "Fones"-Technik
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Die "modifizierte Stillman"-Technik ist die
sogenannte "Rot-Weiß-Technik". Die Zahnbürste wird
senkrecht auf den Zahn gesetzt und mit leichtem Druck vom
Zahnfleischrand zur Kaufläche geführt, wobei sie um ihre
Längsachse gedreht wird. Je nach Geschicklichkeit des Patienten
können zusätzlich Rüttelbewegungen durchgeführt
werden. Hierbei kommt es neben der Reinigung auch zu einer Massage des
Zahnfleisches. Aus diesem Grund ist diese Methode besonders bei
Patienten geeignet, deren Zahnfleisch zwar gesund ist, aber Rezessionen
aufweist.
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Abb. 3 a+b: "modifizierte Stillman"-Technik
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Bei Patienten mit Zahnfleischentzündung oder Parodontitis ist die
"modifizierte Bass"-Technik zu empfehlen.
Hierzu wird die Zahnbürste in einem Winkel von 45° in den
Sulkus eingeführt und mit rüttelnden oder kreisenden
Bewegungen besonders die Übergangsregion zwischen Zahnfleisch und
Zahn gereinigt.
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Abb. 4: "modifizierte Bass"-Technik
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Die "Charters"-Technik wird gern bei
Patienten angewendet, die bereits einen Rückgang des Zahnfleisches
zwischen den Zähnen aufweisen. Hierbei wird die Zahnbürste in
einem Winkel von 45° vom Zahnfleisch zur Kaufläche angesetzt
und mit kreisenden Bewegungen soweit wie möglich der
Zahnzwischenraum gereinigt.
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Abb. 5: "Charters"-Technik
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Die elektrische Zahnbürste
Lange Zeit galt die elektrische Zahnbürste schlechter als die
Handzahnbürste. Weiterentwicklungen haben dazu geführt, daß
sie mittlerweile mindestens als gleichwertig anzusehen ist und zum Teil sogar
bessere Reinigungsergebnisse liefert. Besonders für Kinder ist sie
geeignet, da der Spieltrieb gefördert wird. Allerdings sollte beachtet
werden, daß diese Bürsten das Putzen zwar erleichtern, aber nicht
die benötigte Zeit verkürzen. Auch mit einer elektrischen
Zahnbürste sollte jeder Zahn gründlich gereinigt werden, was ca. 2-3
Minuten in Anspruch nimmt.
Es gibt verschiedenste Designs dieser Bürsten, wobei ein runder
oszillierender Kopf zu empfehlen ist. Neueste Bürsten arbeiten
zusätzlich mit Schall- oder Ultraschall, was eine ergänzende
Reinigungswirkung hat, wahrscheinlich auch gegen Bakterien wirkt. Nachteilig
ist hier ein anfängliches "Kitzeln" ausgelöst durch die
Vibrationen, das aber nach einer Eingewöhnungsphase wieder verschwindet.
Ob die zusätzliche Schall- oder Ultraschallfunktion wirklich von Nutzen
ist, bleibt umstritten.

Abb. 6: Kopf einer elektrischen Zahnbürste |

Abb. 7: Elektrische Zahnbürste
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