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Die parodontale Rezession




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Unter einer parodontalen Rezession versteht man einen Gewebeschwund am Parodontium ohne deutliche Entzündungszeichen, aber mit charakteristisch freiliegenden Teilen der Zahnwurzel (freiliegende Zahnhälse)


Früher wurde die parodontale Atrophie als "Parodontose" bezeichnet. Die Werbeindustrie nutzt diesen Ausdruck, weil er auch im allgemeinen Sprachgebrauch üblich ist, meint damit aber meist die entzündlichen Formen der Parodontaleerkrankung.

Der Ausdruck "Parodontose" sei hier deshalb nochmals erwähnt, auch wenn er inzwischen veraltet und unwissenschaftlich ist.

Folgende Einteilungen der parodontalen Rezession sind möglich:

  • schlitzförmige vestibulär gelegene Rezession, sog. Stillman clefts oder Stillmann-Spalten.
  • einseitige Atrophie ohne stärkere Approximalraumbeteiligung
  • umlaufende generelle Alveolaratrophie
  • Wurzelfreiliegen als Ergebnis einer abgelaufenen therapierten Parodontalerkrankung
Eigentlich sind die freiliegenden Wurzelanteile an Front und Eckzähnen eventuell ein kosmetisches Problem.

Freiliegendes Wurzeldentin kann aber auch ein Grund für heftige Schmerzen sein.

Verschiedene Einflüsse wie süß, sauer, warm und kalt lösen dann in den freiliegenden Dentintubuli Flüüsigkeitsbewegungen aus, die der Patient als starken Schmerz empfindet.

Ursache solcher Atrophien liegen u.a. im Missverhältnis von Zahn- und Kiefergröße.

Es kommt vor, daß nur papierdünne Schichten Knochen die vestibulären Wurzelseiten bedecken. Putztraumata, Bänderzüge, frühe Zahnhalskaries können für den Zahnfleischrückgang verantwortlich sein.

Beispiel für Rezession durch Piercing

 

      

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