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Albumin
Eiweißbestandteil in der Blutflüssigkeit (ca. 70 % des
Gesamteiweißes). Funktion: Transport von Salzen, Wasser und
Farbstoffen, Druckausgleich zwischen Gefäßsystem und
Gewebe.
Allergie
Überempfindlichkeit. Verstärkte Reaktion des
Immunsystems beim
Kontakt mit einem
Antigen.
AMG = Arzneimittelgesetz
Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln. Es
enthält insbesondere Regelungen über die Qualität,
Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Arzneimitteln.
Antigen
Ein Molekül,
das vom Körper als fremd erkannt wird und dadurch eine
bestimmte Antwort des
Immunsystems hervorruft.
Antikörper
Ein Eiweiß (Protein), das sich gegen ein bestimmtes
Antigen richtet und entweder
von Natur aus in einem Organismus vorhanden ist oder von diesem
nach dem Kontakt mit einem Antigen von den weißen
Blutkörperchen gebildet wird.
Apherese
Das Blut wird während der Entnahme in seine
Bestandteile aufgetrennt. Die Bestandteile, an denen im Moment kein
Bedarf besteht, werden dem Kreislauf des Spenders wieder
zugeführt (wie etwa bei der Thrombapherese).
Autolog
Dasselbe Individuum betreffend oder zu ihm gehörend.
Die Eigenblutspende ist eine autologe Blutspende. Bei der homologen
Blutspende erhält ein Patient Blutkonserven fremder Spender.
Bei der autologen Blutspende wird ihm sein eigenes Blut
verabreicht.
Bakterien
Einzellige Organismen, die selbständig lebens- und
vermehrungsfähig sind. Sie sind ungefähr ein Mikrometer
(ein Millionstel Meter) groß und kommen in vielen
verschiedenen Arten vor.
Bluterkrankheit
Hämophilie
Blutersatzstoffe
Blutersatzstoffe zu entwickeln, die in beliebiger Menge
billig zu erzeugen und beliebig lange lagerbar sind, zählt
heute zu den größten Herausforderungen der
Transfusionsmedizin. Noch gibt es kein "Kunstblut", mit dieser Bezeichnung ist
meist Hämoglobin
gemeint. Versuchen mit Hämoglobin liegt die Annahme zugrunde,
daß für den Sauerstofftransport im Blutkreislauf nicht
ganze Erythrozyten,
sondern bloß das daraus gewonnene "Hämoglobin"
nötig wäre. Hämoglobin hat aber eine sehr kurze
"Halbwertszeit", das bedeutet: Seine Verweildauer im
Kreislauf ist kurz, beträgt nur wenige Stunden, dann wird der
Blutersatzstoff wieder ausgeschieden. Damit eignet sich
Hämoglobin zwar für die kurzzeitige Behandlung von
Patienten, die etwa durch einen Unfall viel Blut verloren haben,
aber nicht für die Behandlung von Langzeitpatienten mit einem
Mangel an Sauerstoffträgern im Blut.
Blutgruppen
Antigene auf der
Oberfläche von Blutzellen, gegen die Antikörper gebildet werden
können. Auch jemand, der nicht mit fremdem Blut in Kontakt
gekommen ist, besitzt Antikörper gegen diejenigen Antigene des
AB0-Systems, die er selbst nicht trägt.
Blutplasma
Blut besteht etwa zu 45 Prozent aus festen Bestandteilen
(Blutzellen) und zu 55 Prozent aus flüssigen, dem Blutplasma.
Blutplasma besteht zu 90 Prozent aus Wasser, in dem etwa zehn
Prozent Eiweiße, Nährstoffe, Minerale und Abfallstoffe
gelöst sind.
Buffy Coat
Graurote Masse, die bei der Inline-Filtration von Vollblut im Filter bleibt und
hauptsächlich aus
Leukozyten und
Thrombozyten besteht.
Diagnostisches
Fenster
Der Zeitraum zwischen dem Eindringen von
Krankheitserregern in den Körper und der Bildung von
Antikörpern dagegen. Im diagnostischen Fenster besteht zwar
bereits eine Infektion, mangels vorhandener Antikörper kann diese durch
Antikörpertests aber noch nicht erkannt werden. Eine deutliche
Verbesserung zur Schließung des diagnostischen Fensters
bietet der PCR-Test.
DNA (DNS)
Desoxyribonukleinsäure (engl. desoxyribo nucleic
acid); Erbsubstanz, Träger der Erbinformationen. Die
Erbinformation wird durch die Reihenfolge der DNS-Bausteine
(Nukleotide) festgelegt.
Erythrozyten
Rote Blutkörperchen - sie enthalten den roten
Blutfarbstoff
Hämoglobin sind für den Sauerstofftransport im
Körper lebensnotwendig.
Fibrin
Eiweißgeflecht, das bei Verletzungen einer Ader in
Verbindung mit
Thrombozyten ein dichtes Netz bildet, welches die austretenden
Blutzellen auffängt und die Wunde verschließt, bis sie
abgeheilt ist.
Frischplasma
Sofort nach der Blutspende durch Entfernen der Blutzellen
gewonnene Blutflüssigkeit. Es enthält alle beim gesunden
Menschen vorhandenen wirksamen Bestandteile, zum Beispiel zur
Aktivierung der Blutgerinnung. Durch Einfrieren des Frischplasmas
unter minus 30 Grad Celsius können die Gerinnungsfaktoren in
gefrorenem Zustand über einen größeren Zeitraum in
ihrer Aktivität erhalten bleiben (FFP = Fresh Frozen
Plasma).
Gerinnungsaktive
Plasmaprodukte
Nach speziellen Anreicherungsverfahren gewonnene
Bestandteile aus dem
Blutplasma zum spezifischen intravenösen Einsatz bei
isoliertem Mangel, zum Beispiel Faktor VIII bei Hämophilie A.
Geschlossenes
System
Die Verarbeitung von Spenderblut erfolgt von der Spende
bis zur fertigen Konserve in einem geschlossenen System. Am
Spendenbeutel, der bei der Abnahme gefüllt wird, hängen
nicht nur die Einwegnadel (wird nach der Abnahme vernichtet),
sondern außerdem drei weitere Beutel. Die vier
"Kammern" dieses Blutbeutels sind mittels Schläuchen
verbunden, die Abtrennung erfolgt mittels sterilen
Abschweißens. In diesem geschlossenen System bewegt sich das
Blut von der Abnahme bis zur Lieferung ins Spital. Nichts kann von
außen in dieses System dringen (und umgekehrt). Die Gefahr
einer Verunreinigung ist ausgeschlossen.
Hämatokritwert
Dieser Wert gibt das Verhältnis zwischen festen
Blutbestandteilen (Blutzellen) und Blutflüssigkeit ( Plasma) an.
Hämoglobin
Der rote Blutfarbstoff, enthalten in den Erythrozyten. Hämoglobin bindet
Sauerstoff chemisch an sich.
Hämophilie
Krankheit, die durch einen Mangel an
Blutgerinnungsfaktoren verursacht wird. Bekämpfung zum
Beispiel früher mit
gerinnungsaktiven Plasmaprodukten, heute mit
Konzentraten.
Hepatitis
Leberentzündung. Nach der labordiagnostischen
Erfaßbarkeit lassen sich mehrere Arten unterscheiden (A, B, C
etc.). Heute werden alle Blutspenden routinemäßig auf
einen Eiweißkörper in der Blutflüssigkeit, der
Oberflächenbestandteil des Hepatitis-B-Virus ist, und auf
Antikörper gegen
Hepatitis C (HCV-Antikörper) untersucht.
Immunglobuline
Spezielle Präparationen eines sofort hochwirksamen
Abwehrstoffes. Bei manchen Erkrankungen wie Hepatitis B, Tetanus oder Tollwut
können solche Immunglobuline den möglichen schweren
Krankheitsverlauf lindern oder die Krankheit heilen.
Immunsystem
Der Körper wird von mehreren Abwehrsystemen vor
Krankheiten geschützt. Eines dieser Abwehrsysteme wird von
weißen Blutkörperchen ( Leukozyten) gebildet, von denen es drei Typen gibt. Wenn
zum Beispiel durch eine Wunde Krankheitserreger in den Körper
eindringen, werden sie von Granulozyten umzingelt. Dabei helfen
größere weiße Blutkörperchen, die Monozyten.
Die Zellen des dritten Typs, die Lymphozyten, bilden daraufhin
Antikörper, die die
Eindringlinge unschädlich machen.
Inline-Filtration
Erster Schritt bei der Zerlegung des Vollblutes in seine
Komponenten. Das Vollblut fließt durch einen Filter, in dem
weiße Blutkörperchen und Blutplättchen (zusammen
der "buffy
coat" genannt) hängenbleiben. Übrig bleiben
Blutplasma und rote
Blutkörperchen. Die Filterung führt zu einer verbesserten
Qualität der späteren Blutkonserve: Mögliche
Krankheitserreger, die an Blutkörperchen oder
Blutplättchen gebunden sind, fangen sich schon vor den
zahlreichen Tests im Labor in den Filtern. Inline-gefilterte
Blutkonserven sind auch immunologisch verträglicher für
die Patienten.
Kapillaren
Haargefäße. Die kleinsten Blutgefäße
im Kreislaufsystem.
Kunstblut
Blutersatzstoffe
Leukozyten
Weiße Blutkörperchen, Teil des
Immunsystems.
Molekül
Alle festen, flüssigen und gasförmigen Stoffe
bestehen aus Atomen. Verbindungen mehrerer Atome heißen
Moleküle. Zum Beispiel: Wasser besteht aus einem
Sauerstoffatom (chemisch O) und aus zwei Wasserstoffatomen
(chemisch H). Die chemische Formel für das Wassermolekül
lautet H2O.
PCR-Test
PCR = Polymerase Chain Reaction
(Polymerase-Kettenreaktion). Dringen Krankheitserreger in den
Körper ein, bilden die weißen Blutkörperchen
Antikörper, um den
Eindringling unschädlich zu machen. Diese Antikörper
können durch Tests nachgewiesen werden. Die Dauer bis zur
Bildung von Antikörpern heißt "diagnostisches Fenster".
In diesem Zeitraum besteht zwar schon eine Infektion, es gibt aber
noch keine Antikörper, die durch einen Test feststellbar
wären. Der PCR-Test funktioniert auf gentechnischer Grundlage
und kann das Erbgut oder Teile des Erbguts von Krankheitserregern
erkennen. Ein PCR-Bluttest kann also nicht nur die Antikörper
gegen einen Krankheitserreger feststellen, sondern bereits den
Erreger selbst.
Plasma Blutplasma
Plasmapherese
Maschinelle Gewinnung ( Zellseparator) nur der Blutflüssigkeit ( Plasma) vom Spender oder Patienten
durch Zentrifugierung des Blutes. Die Plasmapherese wird unter
anderem zur Herstellung besonderer, therapeutisch unterschiedlich
wirksamer Präparate oder zur Entfernung krankhafter
Bestandteile aus Patientenblut eingesetzt. Die sofortige
Rücktransfusion der Blutzellen erlaubt einen häufigeren
Einsatz des Spenders bzw. die baldige Wiederholung der
Plasmapherese beim Patienten.
Rhesus-Faktor
Erbliche Blutgruppeneigenschaft.
Thrombapherese
Verfahren, bei dem aus dem Spenderblut die Thrombozyten mit Hilfe eines
besonderen Gerätes (
Zellseparator) entfernt werden. Dabei wird der Rest des Blutes
dem Spender zurückgeführt. Solche Blutpräparate
werden von speziell ausgesuchten Blutspendern für bestimmte
Patienten (wie etwa Leukämiepatienten) gewonnen.
Thrombopenie
Verminderung der Anzahl von Thrombozyten im Blut.
Thrombozyten
Blutplättchen, die kleinsten Zellen unseres Blutes.
Sie sammeln sich an Stellen, an denen ein Blutgefäß
verletzt wurde, und verschließen in Verbindung mit Fibrin die Öffnung wieder. Ihre
Verminderung kann eine tödliche Blutung zur Folge
haben.
Virus
Krankheitserreger, der nur aus der Erbsubstanz und einem
Eiweißmantel besteht. Viren können sich nur in lebenden
Zellen vermehren.
Zellseparator
Zellseparation ist die Auftrennung des Blutes nach der
Schwere bzw. Größe seiner verschiedenen Bestandteile mit
Hilfe einer Zentrifuge, eines besonderen Gerätes (Separator),
in rote oder weiße Blutkörperchen und
Blutplättchen. Diese Methode wird bei besonders geeigneten,
ausgesuchten Spendern angewandt, um einzelne Blutbestandteile in
möglichst hoher Konzentration gezielt für einen Patienten
zu gewinnen, aber auch bei Patienten, um krankhafte
Blutbestandteile aus dem Körper zu entfernen. Dabei werden dem
Spender bzw. dem Patienten die anderen Blutbestandteile wieder
zurückgeführt.
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