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Das AB0-System
Daß jeder Mensch einzigartig ist,
zeigen nicht nur sein Äußeres
oder seine Fingerabdrücke. Auch auf
molekularer Ebene gibt es Belege: die
Blutgruppen. Jeder Mensch
gehört einer besonderen, ererbten
Blutgruppe an. Für die
Transfusionsmedizin wichtig ist das
AB0-Blutgruppensystem, das in den Jahren
1901 und 1902 vom österreichischen
Arzt und Nobelpreisträger Karl
Landsteiner und seinen Schülern
Decastello und Sturli entdeckt wurde.
Man unterscheidet dabei vier
Blutgruppen: 0, A, B und AB.
Menschen sind nach der Zusammensetzung
ihrer Blutgruppenmerkmale sehr
verschieden. Biochemische Merkmale auf
der Oberfläche der roten
Blutkörperchen und
Antikörper bestimmen, zu
welcher Blutgruppe ein Mensch
gehört. Bei Bluttransfusionen
müssen die wesentlichen Merkmale
(Blutgruppen)
übereinstimmen. Ein Mensch, der
Blut spendet, kann seinen Lebenssaft
nicht jedem übertragen. Bei einer
Bluttransfusion müssen sich die
Blutgruppen miteinander vertragen, sonst
verklumpen die Blutkörperchen.
Die Häufigkeit der Blutgruppen
innerhalb der
Bevölkerung ist sehr
unterschiedlich. Die seltenste Blutgruppe ist AB negativ.
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AB0-Blutgruppe
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Häufigkeit
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A+
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33 %
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0+
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30 %
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B+
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12 %
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AB+
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6 %
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A-
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8 %
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0-
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7 %
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B-
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3 %
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AB-
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1 %
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Der Rhesus(Rh)-Faktor
Die Bezeichnungen "positiv"
und "negativ" beziehen sich
auf weitere Merkmale von Blutgruppen. Rh ist die
Abkürzung von Rhesus, dem Namen
einer Affengattung, mit der ebenfalls
Karl Landsteiner und der Serologe
Alexander Wiener experimentierten und
mit dessen Hilfe Landsteiner 1940, drei
Jahre vor seinem Tod, auch noch die
Rhesusgruppen entdeckte. Im Serum von
Kleintieren, in die Landsteiner das Blut
von Macacus-Rhesusaffen injizierte, wies
der Wissenschafter jene Stoffe nach, die
auch bei 85 Prozent der Menschen die
roten Blutkörperchen verklumpen
lassen.
Menschen, die mit dem Serum positiv
reagieren (85 Prozent), werden als
Rhesus positiv, die restlichen 15
Prozent als Rhesus negativ bezeichnet.
Durch diese Entdeckung wurde noch
klarer, welche Menschen welches
Spenderblut erhalten dürfen.
Besonders wichtig ist die Rh-Formel auch
für die frühzeitige Erkennung
von Gefährdungssituationen des
Kindes bei Schwangeren, die
Blutkonserven erhalten.
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