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Grobziel
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Die
ZMFA sollen
selbständig eine
Röntgenaufnahme
in Parallel- und
Rechtwinkeltechnik
anfertigen
können.
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Feinziele
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Die ZMFA sollen die
Verpackung des Filmes
kennen und den Film
richtig benutzen
können.
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Die ZMFA sollen die
Handhabung mit
Visierring,
Führungsstange
und
Bißblöcke
kennen, und diese
richtig
benutzen.
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Die ZMFA sollen einen
zu flach oder zu steil
eingestellten Winkel
an einer
Röntgenaufnahme
erkennen
können.
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Die ZMFA sollen eine
Bißflügelaufnahme
mit Halter einstellen
können.
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Die ZMFA sollen
Röntgenaufnahmen
richtig zuordnen
können, wobei sie
diese in die PA-Tasche
einsortieren.
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Röntgengeräte
müssen bestimmte
Anforderungen erfüllen, um
betrieben werden zu können.
Welche Anforderungen diese sind,
ist in den entsprechenden
Richtlinien für die
Sachverständigenprüfungen
aufgeführt.
Die
Hauteinfallsdosis ist bei
Zahnfilmgeräten vor allem von
der Röhrenspannung der
Röntgeneinrichtung, dem
Filmmaterial und der
Filmverarbeitung abhängig.
Es
sollten nach Möglichkeit nur
noch Röntgengeräte mit
einer Röhrenspannung von
60-70 kV benutzt werden, da die
Strahlenexposition des Patienten
bei 50 kV Röhrenspannung
höher ist als bei
70kV.
Die
Röntgenröhre besteht aus
einer Kathode (Elektronenquelle)
und aus einer Anode
(Bremskörper) in einem
Glaszylinder mit Hochvakuum.
Die
Kathode besteht aus einem
Wolframdraht und entspricht
weitgehend der Glühwendel
einer Glühlampe.
Der
Glühfaden wird beim
Aufnahmebetrieb bis über 2000
Grad Celsius erhitzt.
Der
Glühfaden ist als Spirale
(Wendel) angeordnet.
Durch Zufuhr
von Wärme wird Energie
aufgewendet, dabei treten
Elektronen in größerer
Zahl aus der Materie aus.
Der
Austritt wird durch das Hochvakuum
der Röntgenröhre
erleichtert.
Durch Anlegen einer
Hochspannung zwischen Kathode und
Anode wird das Elektron
beschleunigt und wandert mit hoher
Geschwindigkeit zur Anode.
Die
Röhrenspannung bewirkt die
Beschleunigung der Elektronen.
Der
Heizstrom reguliert den
Röhrenstrom.
Die am
Röntgengerät
eingestellte Stromstärke (mA)
ist also dafür verantwortlich
wieviel Elektronen aus dem
Wolframdraht der Kathode austreten
und somit wieviel
Röntgenstrahlung entsteht.
Die eingestellte Spannung (kV)
dagegen beeinflußt wie
schnell die Elektronen in der
Röntgenröhre
beschleunigt werden und mit
welcher Energie sie dann auf den
Brennfleck prallen.
Je höher
die eingestellte Spannung, desto
energiereicher und damit
kurzwelliger ist die erzeugte
Röntgenspannung.
An den
Dentalröntgengeräten
sind diese Einstellparameter vom
Hersteller meistens vorgegeben(z.
B. Siemens Heliodent 70 kV und
7mA).
Die unterschiedliche
Absorption von
Röntgenstrahlen z. B. im
Frontzahn - und Molarenbereich
kann bei diesem Gerät nur
über die Belichtungszeit
beeinflußt werden.
Die
Röntgenröhre ist in
einem mit Blei ausgekleideten
Schutzgehäuse eingebettet.
Dieses Gehäuse verhindert,
daß Streustrahlung austreten
kann.
Es begrenzt durch ein
Strahlenaustrittsfenster mit einer
Bleiblende die entstandenen
Röntgenstrahlen auf den
Nutzstrahlkegel bei
Zahnröntgengeräten mit
einem Durchmesser von 6 cm.
Das Filter,
meist aus Aluminium, dient der
Eliminierung der weichen Strahlen
aus dem Spektrum der
Primärstrahlung.
Durch den
gesetzlich vorgeschriebenen fixen
Einbau einer im Minimum 2mm dicken
Aluminiumscheibe im Strahlengang
wird der Strahl durch die
Eliminierung der weichen Strahlen
aufgehärtet.
Dies wird auch
als Eigenfilterung des
Gerätes bezeichnet.
Dentalröntgengeräte
enthalten Filter aus dünnen
Metallplättchen hinter dem
Strahlenaustrittsfenster.
Diese
Filter müssen in
der Absorptionswirkung einer 2 mm
dicken Aluminiumscheibe
entsprechen.
Sie absorbieren die
langwellige Röntgenstrahlung,
die wegen ihrer geringen
Durchdringungsfähigkeit
für die Bilderzeugung nicht
geeignet ist und verhindern
dadurch eine unnötige
Strahlenbelastung des
Patienten.
Ein Zahnfilm
ist grob wie folgt
aufgebaut:
|
Schutzschicht
|
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lichtempfindliche
Emulsion
(Silberhalogenide in
Gelatine)
|
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Haftschicht
|
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Filmträger aus
Polyester
|
|
Haftschicht
|
|
lichtempfindliche
Emulsion
(Silberhalogenide in
Gelatine)
|
|
Schutzschicht
|
Die
lichtempfindliche Schicht des
Röntgenfilms enthält
Silberhalogenidkörner (vor
allem Silberbromid), die in
Gelatine eingebettet sind.
Der
Röntgenzahnfilm ist
doppelseitig beschichtet, damit
ist eine gute Ausnutzung der
Röntgenstrahlen möglich.
Je größer die
Silberkristalle sind, um so
empfindlicher ist das
Filmmaterial.
Bei
Zahnaufnahmen erfolgt die
Belichtung des Films
ausschließlich durch die
direkt eintreffende
Röntgenstrahlung(sonst wird
der Film in Kassetten mit
Verstärkerfolien benutzt).
Deshalb benötigt im Vergleich
zu allen anderen
Röntgenverfahren der Zahnfilm
die höchste Strahlendosis
für die Belichtung.
Die enoralen
Röntgenfilme werden der
ISO-Klassifikation in Filme der
Stufe D (z. B. Kodak Ultraspeed)
und der Stufe E (z. B. Kodak
Ektaspeed plus und Agfa M 2
Comfort) eingruppiert.
Dabei
weisen die Filme der Stufe E im
Vergleich zur Stufe D eine doppelt
so hohe Empfindlichkeit auf.
Beim
neuen Ektaspeed plus Film wurde
die Zeichenschärfe
gegenüber den
Vorgängertyp durch die
Einführung der
Flachkristalltechnologie
wesentlich verbessert.
Enorale
Röntgenfilme stehen heute in
den Formaten 2cm x 3cm, 3cm x 4cm,
6cm x 8cm, 2,5cm x 5 cm zur
Verfügung.
Wenn man die
Erkenntnisse aus der allgemeinen
Projektionslehre für die
Darstellung der Zähne
formulieren würde, so
müßten sie
folgendermaßen
lauten:
|
Der
Fokus muß
punktförmig
sein.
|
|
Der
Film ist parallel zur
Objektachse
(Zahnachse)
anzuordnen.
|
|
Der
Zentralstrahl
muß senkrecht
auf die Zahnachse und
die parallel dazu
befindliche Filmebene
eingestellt
werden.
|
|
Der
Fokus-Objekt-Abstand
muß
möglichst
groß und der
Objekt-Film-Abstand
möglichst klein
sein.
|
Diese
Idealforderungen sind praktisch
nicht zu verwirklichen,
denn:
|
Die
Fokusgröße
kann aus technischen
Gründen nicht
beliebig verkleinert
werden.
|
|
Der
Film kann, speziell
bei Aufnahmen im
Oberkiefer, nicht
immer exakt parallel
zur Objektachse
plaziert
werden.
|
|
Der
Zentralstrahl kann
demzufolge nicht immer
ideal eingerichtet
werden.
|
|
Der
Fokus-Objekt-Abstand
kann aus technischen
Gründen und im
Hinblick auf die
Forderungen des
Strahlenschutzes nicht
beliebig
vergrößert
werden.
|
Deshalb hat
sich eine Idealtechnik im Bereich
der zahnärztlichen
Röntgenologie bis heute nicht
entwickeln können.
Es wird
versucht, den Idealforderungen mit
Hilfe von drei Aufnahmemethoden
möglichst nahe zu kommen.
Dabei handelt es sich um die
Halbwinkeltechnik, die
Paralleltechnik und die
Rechtwinkeltechnik.
Patientenpositionierung für
Zahnaufnahmen im
Oberkiefer:
Der Patient
sitzt auf dem Röntgenstuhl.
Der Kopf muß so positioniert
werden, daß die
Okklusionsfläche des
Oberkiefers horizontal
ausgerichtet ist.
Dann kann der
Film entsprechend des
darzustellenden Zahnes plaziert
werden und die gewünschte
Einstelltechnik gewählt
werden.
Patientenpositionierung für
Zahnaufnahmen in
Unterkiefer:
Der Patient
sitzt auf dem Röntgenstuhl.
Der Kopf muß so weit nach
hinten geneigt werden, daß
die Okklusionsfläche des
Unterkiefers parallel zum
Fußboden ist.
Dann kann der
Film entsprechend des
gewünschten Zahnes (in der
Front hochkant, im
Prämolaren- oder Molaren-
Bereich quer) eingelegt werden und
die gewünschte
Einstelltechnik benutzt
werden.
Die
Halbwinkeltechnik ist die
älteste Technik.
Definition:
Ein Zahn wird
dann isometrisch abgebildet, wenn
der Zentralstrahl durch den Apex
des Zahnes senkrecht auf die
Winkelhalbierende fällt, die
den Winkel zwischen Zahnachse und
Filmebene teilt.
Diese Technik
ist zwar ohne Einsatz von
besonderen Hilfsmittel
durchführbar, hat jedoch den
Nachteil, daß sie nicht
leicht erlernbar ist.
Es gelingt
auch dem Erfahrenen nicht immer,
einmal den halben Winkel zwischen
Zahnachse und Filmebene zu
schätzen und zum anderen den
Zentralstrahl senkrecht auf diese
Linie einzustellen.
Bei zu steiler
Projektion wird der Zahn zu kurz,
bei zu flacher Projektion wird der
Zahn zu lang dargestellt.
Da es
durch diese Technik vor allem im
Oberkiefer zu einer Verzeichnung
des Limbus alveolaris kommt und
die bukkalen Wurzeln der
Oberkiefer-Seitenzähne im
Vergleich zu den filmnahen
palatinalen Wurzeln verkürzt
abgebildet werden, wird die
Halbwinkeltechnik heute in der
enoralen Röntgendiagnostik
primär nicht mehr
eingesetzt.
Wenn die
anatomischen Voraussetzungen es
erlauben, sollte der Parallel-
oder Rechtwinkeltechnik der Vorzug
gegeben werden, weil sie eine
genauere Wiedergabe der
anatomischen Details
ermöglichen.
Allgemein sollte
darauf geachtet werden, daß
vor allem beim Arbeiten ohne
Filmhalter Filme nicht
durchgebogen werdend es sonst zu
einer deutlichen Verzeichnung im
abgebogenen Filmanteil kommt, und
dies zu einer
beeinträchtigten
diagnostischen
Aussagefähigkeit
führt.
Definition:
Die Filmebene
wird mit Hilfe eines Filmhalters
oder einer Watterolle parallel zur
Zahnachse gestellt.
Der
Zentralstrahl trifft in die Mitte
der Zahnlänge senkrecht auf
die Zahnachse und auf die
Filmebene.
Der Vorteil dieser
Technik ist, daß der Zahn
mit Sicherheit in allen Teilen
gleichmäßig
vergrößert
wiedergegeben wird.
Die Gegend des
Limbus alveolaris wird vom
Zentralstrahl getroffen und
unverzerrt abgebildet.
Der
Nachteil ist, daß
häufig die anatomischen
Verhältnisse die
vollständige Wiedergabe des
Zahnes verunmöglichen.
Um
brauchbare Aufnahmen anfertigen zu
können, muß der Film
parallel zur Zahnachse angeordnet
werden und der Zentralstrahl aus
einer Distanz von etwa 30cm und in
einem Winkel von 15 auf den Apex
gerichtet werden.
Definition:
Der Film ist in
einer mit dem Gehäuse starr
verbundenen Halterung so im
rechten Winkel zum Zentralstrahl
fixiert, daß der
Zentralstrahl stets auf die
Filmmitte trifft.
Der Vorteil ist,
daß die Beziehung
Zentralstrahl-Film auf der Basis
der Rechtwinkelprojektion
gesichert ist.
Es muß bei
der Einstellung nur noch die
Objekt-Film-Beziehung hergestellt
werden.
Der Haltestab dient als
Zielvorrichtung und sichert auch
gleichzeitig die
Fokus-Film-Distanz.
Der Nachteil
besteht darin, daß die
Handhabung durch den starr mit dem
Gerät verbundenen Haltestab
erschwert wird.
Bei nicht
präziser Arbeit ist auch hier
eine zu Steile oder zu flache
Einstellung möglich.
Im Zentrum
für Zahnmedizin wird jedoch
als Paralleltechnik, die Technik
bezeichnet, bei der zum Film als
Zuhilfe lediglich Watterollen
genommen werden.
Dabei dient die
Watterolle dazu, um Zahnachse und
Filmachse parallel zueinander
auszurichten.
Außerdem wird
durch die Watterolle ein
Durchbiegen des Filmes weitgehend
verhindert und es kommt ohne
projektionsbedingte
Verkürzungen (z. B. der
palatinalen Wurzeln oberer
Prämolaren) oder
Verzeichnungen (des
vestibulären und oralen
Limbus alveolaris) zu einer
Darstellung des untersuchten
Objekts auf dem Film.
Nur im
Molarenbereich des Oberkiefers ist
oft eine reine Parallel- oder
Rechtwinkeltechnik nicht
möglich, da der Film durch
das Gaumendach nicht weit genug
nach Kardinal eingelegt werden
kann.
Als
Rechtwinkeltechnik wird die
Technik bezeichnet, bei der ein
Filmhaltersystem eingesetzt wird,
dabei trifft der Zentralstrahl im
rechten Winkel auf den Zahnfilm.
Die Filmhalter haben den Vorteil,
daß eine exakte Führung
des Zentralstrahls durch die
Visierringe vorgegeben wird, so
daß Ausblendungen vermieden
werden können, und das
Strahlenfeld mit dem mit Blei
ausgekleideten Visierring auf das
Filmformat eingeblendet
wird.
Definition
Filmgröße: 3cm x4 cm
oder 2 cm x 3 cm.
Sie wird
angefertigt, um die
Approximalräume auf Karies
untersuchen zu können.
Approximale kariöse
Läsionen bleiben meist
unentdeckt, wenn die klinische
Untersuchung nicht durch
Röntgenaufnahmen ergänzt
wird.
Besonders ist dies der Fall,
wenn die eindringende Karies wie
mit einem Stichkanal den
approximalen Schmelz durchquert,
um sich im Dentin auszubreiten.
Während alle Zeichen für
das Bestehen einer Pulpitis
sprechen können, ist in
vielen Fällen noch nicht
einmal eine Verfärbung der
Schmelzoberfläche
nachzuweisen.
Wird diese Methode
nicht angewandt, so besteht die
Gefahr, daß der nicht
rechtzeitig erkannte Kariesbefall
zu großem Substanzverlust
führt, die später nur
durch eine zeitintensive
Behandlung beheben werden kann.
Ausgedehnte Defekte müssen
mit Füllungen versorgt
werden, dabei muß auf
Kontaktpunkte und auf
genügenden Randschluß
geachtet werden. Gefährdet
sind schon die Milchzähne im
Alter von 3-7 Jahren.
Die
Größe des verwendeten
Films ist vom Alter des Patienten
abhängig. Für Kinder im
Vorschulalter verwendet man am
besten Kinderzahnfilme im Format 2
cm x 3 cm zur Untersuchung der
Milchmolaren und des
Milcheckzahnes.
Der Zentralstrahl
ist durch die distale Hälfte
des ersten Milchmolaren zu
führen. Für ein Kind im
Wechselgebißalter verwendet
man einen 3 cm x 4 cm Film, wobei
der Sechser einbezogen wird. Hier
wird der Zentralstrahl durch die
mesiale Partie des zweiten
Milchmolaren geführt.
Für einen
heranwachsenden Jugendlichen und
den Erwachsenen kann man entweder
einen langen
Bißflügelfilm der
Größe 5,5 cm x 2,5 cm
oder zwei 3 cm x 4 cm benutzen,
wobei der eine Film für die
Darstellung der Prämolaren-
und einer für die der
Molarenregion benutzt wird.
Der
Zentralstrahl muß dann
zwischen 4 und 5 und einmal
zwischen 6 und 7 zentriert werden.
Benutzt man jedoch den langen
Bite-Wing-Film, so muß man
den Zentralstrahl auf den
Approximalraum distal des
Fünfers richten.
Patientenpositionierung
Patient sitzt
im Behandlungsstuhl. Der Kopf des
Patienten ist so einzustellen,
daß die Mediansagittale
senkrecht und die Kauebene
horizontal zu stehen kommen.
Nach
dem korrekten Einlegen des Filmes
wird dieser mit Hilfe der Lasche
durch die Zähne in
Schlußbißposition
festgehalten.
Der Film liegt im
cavum oris schräg und nach
innen gekippt, so daß der
Zentralstrahl von oben und
mesialexentrisch angesetzt werden
muß, wobei die Auslenkung
nach oben etwa 7 betragen soll.
Die Auslenkung nach mesial ist so
zu wählen, daß der
Strahl im horizontalen Winkel
senkrecht auf den Film auftrifft.
Der Zentralstrahl zielt auf die
Filmmitte des verwendeten
Filmes.
Durch die
Verwendung von Haltern wird die
Einstellung erheblich erleichtert.
Der Film (3 cm x 4 cm oder 2cm x
3cm) wird in den Halter eingelegt
und in den Mund des Patienten
plaziert.
Der Patient beißt
zu. Dabei entsteht eine bestimmte
Position des Filmhalters.
Jetzt
wird der Tubus des
Röntgengerätes lediglich
an den Filmhalter angelegt.
Die intraoral
eingesetzte Aufbißaufnahme
ermöglichen eine in bezug auf
die Zahnachse axiale (im
Unterkiefer) oder nur bedingt
axiale (im Oberkiefer) Projektion
der Kiefer.
Diese Aufnahmetechnik
wird im Oberkiefer zur Diagnostik
verlagerter Zähne und
überzähliger Zahnanlagen
im Bereich des Gaumens
angefertigt.
Bei dieser
Aufnahmetechnik wird kein
Filmhalter benötigt. Der Film
wird auf der Zahnreihe plaziert
und der Patient fixiert ihn durch
vorsichtiges
Schließen.
Bei
Kleinkindern ermöglicht sie
die Diagnostik des gesamten
Frontzahnbereiches, der in diesem
Lebensalter primär von
Interesse ist, weil hier oft
aufgrund des flachen Gaumendaches
noch keine Aufnahmen nach der
Parallel- oder Rechtwinkeltechnik
angefertigt werden
können.
Filmgröße für
Erwachsene: 6 cm x 8 cm quer
(Unter- oder
Oberkieferübersicht) 6 cm x 8
cm hochkant (Unter- oder
Oberkiefer halbseitig) 3cm x 4cm
quer bzw. hochkant bei
Kindern
Aufnahmetechnik
für Aufbißaufnahme
Oberkiefer:
Der Kopf des
Patienten wird so positionert,
daß seine Kauebene
horizontal zu liegen kommt.
Der
Film wird quer in den Mund des
Patienten eingeführt. Der
Patient beißt zu. Der
Zentralstrahl wird in der
Mediansagittalen geführt, und
zwar so, daß er am os nasale
eintritt und von seitlich gesehen
durch die Region der Sechser
verläuft.
Fehlerquellen:
|
Bei
zu steiler Einstellung
des Zentralstrahles
projiziert sich das os
frontale quer
über die
Molarenregion und
verschattet
dies.
|
|
Bei
zu flacher Einstellung
des Zentralstrahles
bekommt man die
Molarenregion nicht
auf den Film.
|
|
Bei
schräg zur
Mediansagittalen
einfallendem Strahl
ergibt sich eine
asymmetrische
Darstellung.
|
Aufbißaufnahme
Oberkiefer-Halbseite:
Patientenpostionierung: Der Film
wird der Länge nach in den
Mund des Patienten
eingeführt.
Seine
Außenkante wird zur
seitlichen Zahnreihe parallel
ausgerichtet. Der Zentralstrahl
tritt in der Gegend des Foramen
infraorbitale ein und wird steil
von außen-oben nach
unten-innen geführt.
Aufnahmetechnik
für Aufbißaufnahme
Unterkiefer
Der Kopf des
Patienten wird so weit es geht
nach hinten geneigt.
Der Film wird
quer eingelegt. Der Zentralstrahl
wird senkrecht auf die Filmebene
eingerichtet.
Der Zentralstrahl
verläuft seitlich gesehen
durch den Approximalraum zwischen
5 und 6.
Aufbißaufnahme
Unterkiefer- Halbseite
Patientenpositionierung ist wie
oben beschrieben. Der Film wird
hochkant eingelegt.
Der
Zentralstrahl wird in der
Achsenrichtung des Zahnes und des
Corpus mandibulae eingerichtet.
Er
wird von außen- unten nach
oben-innen geführt und zwar
durch die untere
Sechserregion.
Der
Zentralstrahl wird in der Regel
orthoradial geführt, um
Verzeichnungen und
Überlagerungen der Kronen zu
verhindern.
Die orthoradiale
Einstellung des Zentralstrahles in
Frontzahnbereich ist nach einem
Frontzahntrauma von entscheidender
Bedeutung, weil eine Dislokation
der bleibenden Zahnkeime
ausgeschlossen werden muß.
Die exzentrische Einstellung des
Zentralstrahles ist vor allem dann
erforderlich, wenn bei einer
endodontischen Behandlung die
Wurzelkanäle der mesialen
Wurzeln der ersten und zweiten
Molaren im Unterkiefer und vor
allem der ersten Prämolaren
im Oberkiefer einzeln dargestellt
werden sollen.
Exzentrische
Einstellungen sind auch dann
notwendig, wenn bei
Fremdkörpern im
Alveolarfortsatz geklärt
werden muß, ob sie filmnah
oder filmfern liegen. Die
Belichtungszeit sollte bei diesen
Aufnahmen um eine Stufe
erhöht werden, da durch die
Veränderung des Tubus sich
auch der Fokus-Objekt-Abstand
verändert.
Diese Aufnahme
ermöglicht eine gezielte
Diagnostik von Weichteilgewebe wie
z.B. der Ober- und Unterlippe oder
von Speichelsteinen im Bereich des
Ductus parotideus ohne
Überlagerung durch
Zahnhartgewebe.
Dabei wird der
Film zwischen Zahnbogen und
Weichteilen eingelegt.
Die
Belichtungszeit wird auf ca. 25
der vergleichbaren Expositionszeit
einer Zahnfilmaufnahme verringert.
Zur präoperativen
Lokalisation z. B. von
Kronenfragmenten, die nach einem
Frontzahntrauma in der Muskulatur
der Lippe eingeschlossen sind,
können zusätzlich z. B.
ein feines Drahtgitter oder
Guttaperchaspitzen auf der Lippe
befestigt werden, durch die bei
der operativen Entfernung eine
exakte Lokalisation der
Fremdkörper möglich
ist.
Die
Röntgenaufnahmen dienen als
Hilfsmittel zur Untersuchung und
Dokumentation der parodontalen
Verhältnisse.
Im Parodontal-
Status muß der Verlauf des
Alveolarkammes in allen
Abschnitten des Zahnbogens
einwandfrei wiedergegeben werden.
Die Beurteilung der apikalen
Region und der Zahnkronen ist von
sekundärer Bedeutung.
Die
Zahnbögen des Ober- und
Unterkiefers weisen in den
einzelnen Abschnitten
unterschiedliche
Krümmungsradien auf.
Um den
Verlauf des Alveolarkammes
zwischen den Zähnen ohne
Überlagerungen
freiprojizieren zu können,
muß die Filmlage dem
jeweiligen Kammverlauf
angepaßt werden.
Sie
muß also in den einzelnen
Abschnitten des Zahnbogens der
Interalveolarlinie so parallel als
möglich folgen.
Der Film darf
in der Horizontalen nicht verbogen
werden, man verwendet daher in den
frontalen Abschnitten des
Zahnbogens möglichst schmale
Filme im Hochformat.
Um einen
gleichmäßige
Darstellung des Alveolarkammes zu
ermöglichen, werden zu
Anfertigung von parodontalen
Röntgenstaten
grundsätzlich Halter und
Visierring benutzt. Man kommt
dabei auf insgesamt 14
Einzelbilder.
Die Front wird mit
einem 3 cm x 4 cm Film hochkant
und die Dreier auf einem 2 cm x 3
cm Film hochkant angefertigt.
Sollte es nicht möglich sein
den Bereich 12-22 auf einem Film
zu erfassen, so kann man auch zwei
2 cm x 3cm Filme benutzen.
Für die Darstellung der
Prämolaren wird ein 3 cm x 4
cm Film quer und für die
Molaren ebenfalls ein 3 cm x 4 cm
quer genommen.
Die Belichtungszeit
kann um eine Stufe reduziert
werden.
Durch das
Einbringen des Röntgenfilmes
in die Mundhöhle erfolgt eine
Kontamination (Keimbesiedlung) des
Zahnfilms, der Hände und
aller Gegenstände, die man
anschließend berührt.
Es muß berücksichtigt
werden, daß sich im Speichel
Blut und auch evtl.
Hepatitis-B-Viren enthalten sind.
Gerade beim Röntgen kann es
durch das abwechselnde Arbeiten im
Mund des Patienten, das Bedienen
des Röntgentubus, der
Zeitschaltuhr und des
Auslöseschalters leicht zu
einer Keimverschleppung kommen.
Auch die Türen, die auf dem
Weg zur Entwicklungsmaschine
geöffnet werden oder
Stoffmanschetten von
Tageslichtaufsätzen die
berührt werden, können
prinzipiell kontaminiert werden.
Deshalb sollten beim Röntgen
Handschuhe getragen werden. Auch
einige Arbeitsschritte sollten
beachtet werden z. B. erst die
Belichtungszeit an der Schaltuhr
einstellen und dann den Film im
Mund des Patienten
positionieren.
|
Den
Auslöser nicht
mit kontaminierten
Fingern, sondern mit
dem Handballen oder
Ellenbogen
betätigen.
|
|
Nach Beendigung des
Röntgenvorganges
müssen alle
kontaminierten
Bereiche einer
Wischdesinfektion
unterzogen
werden.
|
|
Desinfektion und wenn
möglich auch
Sterilisation der
verwandten
Aufbißblöcke
und
Röntgenfilmhalter.
|
Generell ist
eine Reduktion der
Strahlenexposition sowohl durch
eine Verringerung der
Hauteinfallsdosis als auch durch
die Verringerung der bestrahlten
Fläche möglich.
Bei den
konventionellen
Langtubusgeräten
(Tubusdurchmesser bei 6 cm) wird
eine Fläche von ca.28 cm
belichtet.
Ist es aus klinischer
Sicht möglich, Filmhalter
einzusetzen, die eine Zentrierung
des Strahlenbündels auf einen
Zahnfilm ermöglichen, reicht
ein Strahlenaustrittsfenster von 3
x 4 cm (Rechtecktubus) aus.
Hierdurch läßt sich die
bestrahlte Hautfläche und
damit das Flächendosisprodukt
um fast 60 % verringern.
Neben der
allgemeinen Reduktion der
Strahlenexposition kommt es bei
dieser Aufnahmetechnik auch zu
einer sicheren Ausblendung von
strahlenempfindlilchen Geweben im
Halsbereich wie Lymphknoten oder
der Schilddrüse, so daß
diese Gewebe vor allem auch bei
Kindern nicht durch die
Primärstrahlung belastet
werden können.
Die
Hauteinfallsdosis ist bei
Zahnfilmgeräten vor allem von
der Röhrenspannung der
Röntgenspannung der
Röntgeneinrichtung, dem
verwandten Filmmaterial und der
Filmverarbeitung abhängig.
Da
die Absorption der
Röntgenstrahlung proportional
der 3.Potenz der Wellenlänge
steigt, ist die Strahlenexposition
des Patienten bei einem
Röntgengerät mit
geringerer
Röhrenspannung(z.B.50 kV)
höher als bei einem
Gerät mit z. B. 70 kV. Eine
Zunahme der Röhrenspannung um
10 kV führt ca. zu einer
Halbierung der Belichtungszeit, so
daß neben der Reduktion der
Strahlenexposition auch
Unschärfen durch Vewacklung
besser vermieden werden
können.
Hochempfindliche Filme der
Empfindlichkeitsstufe E
ermöglichen gegenüber
den Standardfilmen der Stufe D
eine deutliche Verringerung der
Belichtungszeit (ca. um
50%).
Diese
Visierringe sind
geräteunabhängig
einsetzbar. Sie ermöglichen
eine Einblendung auf das
Filmformat 3 x 4 cm und 2 x 3 cm
in Hoch- und Querformat.
Der Visierring
wurde so konzipiert, daß
eine Bleiblende eine Einblendung
auf das gewünschte Filmformat
im Hoch- oder Querformat
ermöglicht.
Da auch beim
Einsatz von Filmhaltern oft eine
leicht exzentrische Einstellung
notwendig ist, wurde eine
Blendengröße
gewählt, die jeweils 0,5 cm
breiter und höher ist als das
Filmformat, so daß
Ausblendungen auch bei nicht ganz
korrekter Einstellung des
Zentralstrahls und bei leicht
exzentrischer Einstellung
vermieden werden können.
Bei
stark paradontal gelockerten
Zähnen(vor allem in der
Front) muß geprüft
werden, ob diese Visierringe
benutzt werden können, da sie
über ein gewisses Gewicht
verfügen, daß durch den
Patienten abgestützt werden
muß.
Die Absorption
der in der Filmpackung
befindlichen Bleifolie kann durch
Hinterlegung weiterer Bleifolien
signifikant erhöht und soweit
maximiert werden, daß ein
hinter dieser Folien
belichteter Film keine
meßbare Schwärzung mehr
aufweist.
In der Praxis
lassen sich Bleifolien leicht in
entsprechende Verpackungen
einschweißen oder kleben.