|
begrenzte, weißliche Veränderung der Mundschleimhaut mit
der Möglichkeit (Präkanzerose)
einer Entartung zu einem Karzinom;
bevorzugt bei Männern über 50 auftretend.
Im Gegensatz zum
Soor sind die Schleimhautveränderungen
nicht abwischbar.
Die Ursachen der Leukoplakie sind nicht genau bekannt;
zahnärztlicherseits beobachtet man ein Auftreten nach
Nikotonkonsum, bei Prothesendruckstellen, und scharfen Zahnkanten als
Reizfaktoren.
Diskutiert werden weiter erbliche und endogene
Faktoren.
Man unterscheidet:
a) Präleukoplakie
b) Leukoplakie (Bild) simplex
c) nichthomogene Leukoplakie
d) Erythroleukoplakie
Die Formen b) und c) werden i.d.R. chirurgisch behandelt.
ist ebenfalls eine Präkanzerose und
wird auch als Oraler Lichen ruber planus (Bild) (OLP)
sog. "Knötchenflechte" bezeichnet.
Diese chronische Hautveränderung, welche auch isoliert im
Mundbereich auftreten kann, ist auf der Mundschleimhaut durch
eine begrenzte weißliche Netzzeichnung zu erkennen.
Das Vorkommen wird mit 1-2 % angegeben, wovon wiederum ca. 0,2% sich
bösartig entwickeln können.
Über die Ursache der fraglichen Präkanzerose
ist bisher wissenschaftlich wenig bekannt.
Diskutiert wird eine
Autoimmunerkrankung.
Ähnlich wie bei der Leukoplakie wird
die Beseitigung lokaler Reizfaktoren und zusätzlich eine
Stärkung des Immunsystems
empfohlen.
|