Startseite    Fachkunde   Anatomie und Physiologie Autor: © Dr. Joachim Menges Layout:  © Stefan Münz

Lage, Bau und Funktion des Atmungssystems

©  Christof Traut    



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Nase Rachen Kehlkopf Trachea
Bronchien Lunge Pleura Inspiration
Atemhilfsmuskulatur Exspiration Gasaustausch Atemsteuerung
Totraum Lungenvolumen


Bronchialsystem

obere Luftwege: Nase, Nasennebenhöhle, Rachenraum
untere Luftwege: Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien, Lunge

Nase:

    Begrenzung der Nasenhöhle:

  • nach unten vom harten Gaumen und
  • nach oben vom Siebbein der Schädelbasis.
  • Die Seitenwände werden vom Oberkieferknochen gebildet.
  • Die Nasenhöhle wird durch die Nasenscheidewand geteilt.

    Funktionen:

  • Erwärmung, Vorreinigung und Anfeuchtung der Atemluft
  • Beherbergung des Riechorgans
  • Resonanzraum für die Stimme

Auf der Oberfläche der Nasenhöhle befindet sich ein Flimmerepithel. Dieses kann Fremdkörper nach außen befördern. Dazwischen liegen Becherzellen, die Schleim produzieren.

Nasennebenhöhlen sind paarig angeordnet.

  • Stirnhöhlen
  • Kieferhöhlen
  • Siebbeinzellen
  • Keilbeinhöhlen

Die Nasennebenhöhlen vermindern das Gewicht des Schädels, und dienen als Resonanzraum.
Der Tränennasengang mündet in den unteren Nasengang.

Rachen:

Der Rachen ist ein Muskelschlauch, der sich von der Schädelbasis bis zur Speiseröhre erstreckt. Der Kehldeckel (Epiglottis) dient als Schaltstelle zwischen Luft- und Speiseröhre, die sich in diesem Bereich kreuzen.
Als Nasenrachen wird das obere Drittel des Rachenraums bezeichnet. In ihn münden die hinteren Nasenöffnungen und die Ohrtrompeten. Hier liegt auch die Rachenmandel.
Der Mundrachen ist der mittlere Abschnitt des Rachenraums. Er hat eine weite Öffnung zum Mundraum. In ihm liegen seitlich die beiden Gaumenmandeln.
Der untere Abschnitt des Rachens heißt Kehlkopfrachen. Hier findet auch der Schluckakt statt.

Kehlkopf-Funktion

  • verschließt die unteren Luftwege und regelt ihre Belüftung
  • Hauptorgan der Stimmbildung

Aufbau

Der Kehlkopf besteht aus Knorpeln, die ein röhrenförmiges Gerüst bilden. Die wichtigsten Strukturen sind die Stimmbänder. Die Knorpelstücke sind durch Bänder und Muskeln verbunden. Dadurch erhält der Kehlkopf seine Festigkeit. Der größte Knorpel ist der Schildknorpel. Auf seinem Oberrand sitzt der Epiglottis. Unter dem Schildknorpels liegt der Ringknorpel. Er hat eine Verdickung, die nach hinten gerichtet ist (Siegel). Auf dem Siegel befinden sich zwei kleine Stellknorpel, die die Stellung der Stimmbänder zueinander verändern. Die Stimmbänder verlaufen von der Innenfläche des Schildknorpels nach hinten zu den beiden Stellknorpeln. Die Öffnung zwischen den Stimmbändern wird Stimmritze genannt.
Bei der Stimmbildung werden die Stimmbänder durch einen Luftstrom in Schwingungen versetzt. Die Frequenz wird durch die Spannung der Stimmbänder reguliert. Die Lautstärke hängt von dem Luftstrom ab, die Fülle der Stimme wird durch den Resonanzraum bestimmt.

    Trachea

    Die Luftröhre beginnt unterhalb des Ringknorpels und ist ca. 11 cm lang. Sie ist ein muskulöser Schlauch, der durch Knorpelspangen offengehalten wird. Diese Knorpelstücke haben die Form eines C. Zwischen den Spangen liegt elastisches Bindegewebe.
    Die Schleimhaut der Luftröhre ist ebenfalls mit Flimmerepithel und Becherzellen überzogen.

Bronchien

An der Carina teilt sich die Trachea in die beiden Hauptbronchien auf.

Jeder Hauptbronchus teilt sich in kleinere Bronchien auf.

Rechts: drei Äste für die drei Lappen der rechten Lunge.

Links: zwei Äste für die zwei Lappen der linken Lunge.

Diese fünf Äste werden Lappenbronchien genannt. Sie teilen sich wiederum in die Segmentbronchien auf. Diese Teilungen gehen immer weiter, bis zu den kleinsten Ästen, den Bronchiolen. Diese haben keine Knorpeleinlagerungen mehr, sondern sind mit glatten Muskelfaserzügen versehen. Die Bronchiolen teilen sich noch einmal und gehen in die Alveolen über. Hier sind Blut und Luft nur durch die sog. Blut - Luft - Schranke getrennt. Diese Schicht besteht aus Epithelzellen und läßt den Sauerstoff ins Kapillarblut übertreten. Das CO 2 gelangt aus den Kapillaren in die Alveolen.

Lunge:
Die Lunge besteht aus zwei Lungenflügeln. Diese umgeben jeweils seitlich das Mediastinum (Mittelfellraum). Nach außen werden sie von den Rippen, nach unten vom Zwerchfell begrenzt. Die Spitzen der Lungen ragen etwas über die Schlüsselbeine hinaus. Als Lungenbasis bezeichnet man den unteren Teil der Lunge, als Lungenspitze den oberen Teil.
Über die Lungenwurzel (Lungenhilus) treten die Hauptbronchien und die Lungengefäße in die Lunge ein. Die linke Lunge wird durch eine Spalte in einen