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Autor: © Dr. Joachim Menges | Layout: © Stefan Münz |
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Bau und Funktion des Bewegungsapparates© Silke Schindler |
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Das Skelett
Der KnochenNach ihrem Aufbau unterscheidet man zwei Arten von Knochen:
a) Röhrenknochen Röhrenknochen kommen an den Extremitäten vor (Oberschenkelknochen).
Ihr Aufbau von innen nach außen: Die Knochenenden werden als Epiphysen und das laggezogene Mittelstück als Diaphyse bezeichnet. Als kurze und platte Knochen werden bezeichnet: Wirbel, Becken, Brustbein, Schulterblatt, Fußwurzelknochen, Handwurzelknochen.
Ihr Aufbau von innen nach außen: Knochengewebe
Knochengewebe ist neben Zahnstein und -schmelz die
härteste Körpersubstanz. Es besteht aus
organischen Anteilen (Fasern und Zellen), in die
anorganische Bestandteile (z. B. Calcium eingelagert sind.
Dadurch erhält der Knochen seine Festigkeit gegen
Zug, Druck, Biegung und Verdrehung. Der Knochen befindet
sich in ständigem Auf-, Ab- und Umbauch.
Knochenbildende Zellen produzieren Knochengrundsubstanz.
In fertig ausgebildeter Knochengrundsubstanz entwickeln
sich die Osteoblasten zu nicht mehr teilungsfähigen
Osteozyten. Zum Umbau des Knochens sind zusätzlich
knochenabbauende Zellen erforderlich, die
Osteoklasten. Aufbau Knochengewebe des erwachsenen Menschen zeigt im Mirkoskop ein geordnetes, lamellenartiges Strukturbild und wird deshalb auch als Lamellenknochen bezeichnet. Die Lamellenknochen besitzen als kleinste Baueinheit das Osteon. Die sogenannten Volkmann’ schen Kanäle verbinden die Gefäßkanäle der Osteone miteinander. Insgesamt ider Lamellenknochen aus einer Vielzahl von Osteonen aufgebaut. An den langen Röhrenknochen der Gliedmaßen unterscheidet man den Schaft und die Gelenkenden. Die im Wachsumsalter zwischen Epiphyse und Diaphyse gelegene Längenwachstumszone heißt Metaphyse. Die Oberfläche des Knochens ist von einem umhüllenden, derben Bindegewebe, dem Periost bedeckt. Das Periost dient der Neubildung von Knochensubstanz und der Ernährung des Knochens. Zusätzlich enden im Periost Schmerzfasern.
Die Wand des Knochens besteht im Schaftbereich aus einer
dichten Knochenmasse, die als Compacta bezeichnet wird. Im
Innern des Knochens ist die Markhöhle. Sie
enthält das Knochemark. An den Gelenkenden ist das
Innere des Knochens mit einem feinen Gitterwerk von
Knochenbälkchen ausgefüllt, das im Ausseinen
einem Schwamm ähnelt und deshalb als Spongiosa
bezeichnet wird. Die einzelnen, fachwerkähnlich
zusammengesetzten Spongiosabälkchen fangen die auf
ein Gelenk virkenden Druck und Zugkräfte auf und
leiten sie auf die feste Wand der Compakta ab. Durch diese
Konstruktion erhält der Knochen bei geringem Gewicht
ein Höchstmaß an mechanischer Festigkeit. Knochenverbindungen Knochen können auf zwei Arten miteinander verbunden sein:
1. über eine Fube (bindegewebig oder
knorpelig) Aufbau einer Fuge
Die beiden platten Knochen sind über ein straffes
Bindegewebe dirket miteinander verbunden. Bei den
knorpeligen Fugen sind die Knochen über Knorpelgewebe
miteinander verbunden (Beispiel für eine Fuge:
Kranznaht am Schädel). Aufbau eines Gelenkes
Der Gelenkspalt enthält eine Schmiersubstanz, die
sogenannte Gelenkschmiere (Synovia), die die Reibung im
Gelenk herabsetzt. Die Knochen sind an den
Gelenkflächen mit Knorpel überzogen. Dadurch
werden Stöße im Gelenk abgefedert und die
Knochen vor Abnützung geschürzt. Nach
außen wird das Gelenk durch eine Gelenkkapsel aus
Bindegewebe begrenzt. Die Gelenkkapsel ist außen
verstärkt. Durch Gelenkbänder aus straffem
Bindegewebe ist das Gelenk stabil. Gelenkarten
Kugelgelenk
Scharniergelenk
Eigelenk Die Wirbelsäule besteht aus insgesamt 24 Wirbeln. 7 Halswirbeln, 12 Brustwirbeln und 5 Lendenwirbeln. Nach den Lendenwirbeln schließt sich das Kreuzbein an. Nach dem Kreuzbein folgt dann das Steißbein. Zwischen den Wirbelkörpern befinden sich die Bandscheiben. Sie sichern die Beweglichkeit der Wirbelsäule und puffern Stöße ab.
Das Rückenmark verläuft im
Rückenmarkskanal. Auf den seitlichen
Wirbellöchern treten Nerven aus. Die Muskulatur Bedeutung:Ermöglicht Bewegung durch zusammenziehen = Kontraktion.
Man unterscheidet: Skelettmuskulatur
Steuerung: willkürlich Eingeweidemuskulatur
Steuerung: unwillkürlich Herzmuskulatur
Steuerung: unwillkürlich
Muskelarbeit: Bei der Muskelkontraktion werden
Aktinfilamente zwischen den dicken Myosinfilamenten
zusammengezogen. Dies erfordert Energie. Aktiver Bewegungsapparat wird aus der Skelettmuskulatur und den dazugehörigen Sehnen gebildet. Ein Muskel kann sich aktiv nur verkürzen um ca. 50 % seiner Länge.
Erschlaffung erfolgt
Den normalen Spannungszustand der Muskulatur bezeichnet
man als Tonus. Ein erhöhter Tonus kommt z. B. bei
spastischer Lähmung vor. Bei einer schlaffen
Lähmung ist der Tonus erniedrigt.
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© 2001 |