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Bau und Funktion des Bewegungsapparates

©  Silke Schindler

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Das Skelett

Aufgabe: Es stützt und formt den Körpe
Aufbau:   Das Skelett setzt sich aus Knorpeln und Knochen zusammen. Es besteht aus über 200 Knochen. Die einzelnen Knochen sind durch Gelenke beweglich miteinander verbunden.
Einteilung: Schädel, Rumpfskelet mit WS und Brustkorb, obere Etremitäten mit Schultergürtel, untere Extremitäten mit Beckengürtel

Der Knochen

Nach ihrem Aufbau unterscheidet man zwei Arten von Knochen:

 a) Röhrenknochen
 b) kurze oder platte Knochen

Röhrenknochen kommen an den Extremitäten vor (Oberschenkelknochen).

Ihr Aufbau von innen nach außen:
 
        - Gelbes Knochenmark (Fettmark)
        - Compacta (dicke Knochenmasse)
        - Spongiosa ( Bälkchensystem, Schwammschicht)
        - Periost ( Knochenhaut)

Die Knochenenden werden als Epiphysen und das laggezogene Mittelstück als Diaphyse bezeichnet.

Als kurze und platte Knochen werden bezeichnet: Wirbel, Becken, Brustbein, Schulterblatt, Fußwurzelknochen, Handwurzelknochen.

Ihr Aufbau von innen nach außen:
 
        - Rotes Knochenmark (Ort der Blutbildung)
        - Spongiosa (enthält das rote Knochenmark)
        - Periost (Knochenhaut)
 
 
 

Knochengewebe

Knochengewebe ist neben Zahnstein und -schmelz die härteste Körpersubstanz. Es besteht aus organischen Anteilen (Fasern und Zellen), in die anorganische Bestandteile (z. B. Calcium eingelagert sind. Dadurch erhält der Knochen seine Festigkeit gegen Zug, Druck, Biegung und Verdrehung. Der Knochen befindet sich in ständigem Auf-, Ab- und Umbauch. Knochenbildende Zellen produzieren Knochengrundsubstanz. In fertig ausgebildeter Knochengrundsubstanz entwickeln sich die Osteoblasten zu nicht mehr teilungsfähigen Osteozyten. Zum Umbau des Knochens sind zusätzlich knochenabbauende Zellen erforderlich, die Osteoklasten.
 
 

Aufbau

Knochengewebe des erwachsenen Menschen zeigt im Mirkoskop ein geordnetes, lamellenartiges Strukturbild und wird deshalb auch als Lamellenknochen bezeichnet. Die Lamellenknochen besitzen als kleinste Baueinheit das Osteon. Die sogenannten Volkmann’ schen Kanäle verbinden die Gefäßkanäle der Osteone miteinander. Insgesamt ider Lamellenknochen aus einer Vielzahl von Osteonen aufgebaut.

An den langen Röhrenknochen der Gliedmaßen unterscheidet man den Schaft und die Gelenkenden. Die im Wachsumsalter zwischen Epiphyse und Diaphyse gelegene Längenwachstumszone heißt Metaphyse. Die Oberfläche des Knochens ist von einem umhüllenden, derben Bindegewebe, dem Periost bedeckt. Das Periost dient der Neubildung von Knochensubstanz und der Ernährung des Knochens. Zusätzlich enden im Periost Schmerzfasern.

Die Wand des Knochens besteht im Schaftbereich aus einer dichten Knochenmasse, die als Compacta bezeichnet wird. Im Innern des Knochens ist die Markhöhle. Sie enthält das Knochemark. An den Gelenkenden ist das Innere des Knochens mit einem feinen Gitterwerk von Knochenbälkchen ausgefüllt, das im Ausseinen einem Schwamm ähnelt und deshalb als Spongiosa bezeichnet wird. Die einzelnen, fachwerkähnlich zusammengesetzten Spongiosabälkchen fangen die auf ein Gelenk virkenden Druck und Zugkräfte auf und leiten sie auf die feste Wand der Compakta ab. Durch diese Konstruktion erhält der Knochen bei geringem Gewicht ein Höchstmaß an mechanischer Festigkeit.
 
 

Knochenverbindungen

Knochen können auf zwei Arten miteinander verbunden sein:

 1. über eine Fube (bindegewebig oder knorpelig)
 2. über ein Gelenk
 
 

Aufbau einer Fuge

Die beiden platten Knochen sind über ein straffes Bindegewebe dirket miteinander verbunden. Bei den knorpeligen Fugen sind die Knochen über Knorpelgewebe miteinander verbunden (Beispiel für eine Fuge: Kranznaht am Schädel).
 
 

Aufbau eines Gelenkes

Der Gelenkspalt enthält eine Schmiersubstanz, die sogenannte Gelenkschmiere (Synovia), die die Reibung im Gelenk herabsetzt. Die Knochen sind an den Gelenkflächen mit Knorpel überzogen. Dadurch werden Stöße im Gelenk abgefedert und die Knochen vor Abnützung geschürzt. Nach außen wird das Gelenk durch eine Gelenkkapsel aus Bindegewebe begrenzt. Die Gelenkkapsel ist außen verstärkt. Durch Gelenkbänder aus straffem Bindegewebe ist das Gelenk stabil.
 
 

Gelenkarten

 Kugelgelenk
  z. B. Hüftgelenk, Schultergelenk
  freie Beweglichkeit
 

 Scharniergelenk
  z. B. Ellbogengelenk
  Bewegung um eine Achse möglich

 
 Sattelgelenk
  z. B. Daumensattelgelenk
  Bewegung um 2 Achsen möglich
 

  Eigelenk
  z. B. Handgelenk zwischen Unterarm und
  Mittelhandknochen
  Bewegung um zwei Achsen möglich
 
 

Die Wirbelsäule

besteht aus insgesamt 24 Wirbeln. 7 Halswirbeln, 12 Brustwirbeln und 5 Lendenwirbeln. Nach den Lendenwirbeln schließt sich das Kreuzbein an. Nach dem Kreuzbein folgt dann das Steißbein.

Zwischen den Wirbelkörpern befinden sich die Bandscheiben. Sie sichern die Beweglichkeit der Wirbelsäule und puffern Stöße ab.

Das Rückenmark verläuft im Rückenmarkskanal. Auf den seitlichen Wirbellöchern treten Nerven aus.
 
 

Die Muskulatur

Bedeutung:Ermöglicht Bewegung durch zusammenziehen = Kontraktion.

Man unterscheidet:
 

Skelettmuskulatur

Steuerung: willkürlich
Leistung: kurze Hochleistung, rasche Ermüdung
Bau: quergestreift
Vorkommen: aktiver Bewegungsapparat
 

Eingeweidemuskulatur

Steuerung: unwillkürlich
Leistung: ausdauernde Leistung
Bau: glatte Muskulatur, spindelförmige Einzelzellen
Vorkommen: Verdauungs-, Harntrakt, Blutgefüße
 

Herzmuskulatur

Steuerung: unwillkürlich
Leistung: keine Ermüdung
Bau: netzartiger Verband quergestreifter Einzelzellen
Vorkommen: nur Herz

Muskelarbeit: Bei der Muskelkontraktion werden Aktinfilamente zwischen den dicken Myosinfilamenten zusammengezogen. Dies erfordert Energie.
 
 

Aktiver Bewegungsapparat

wird aus der Skelettmuskulatur und den dazugehörigen Sehnen gebildet. Ein Muskel kann sich aktiv nur verkürzen um ca. 50 % seiner Länge.

Erschlaffung erfolgt
 
   - durch die Schwerkraft
   - elastische Bänder (Ligamenta)
   - Gegenspieler (Antagonisten)
   - zusammenwirkende Muskeln (Synergisten)

Den normalen Spannungszustand der Muskulatur bezeichnet man als Tonus. Ein erhöhter Tonus kommt z. B. bei spastischer Lähmung vor. Bei einer schlaffen Lähmung ist der Tonus erniedrigt.
 
 

 
   

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