|
1. Was versteht man unter Hygiene ?
(Prüfungsfrage)
Hygiene ist aus dem
griechischen abgeleitet, wo
hygienios = der Gesundheit
zuträglich bedeutet. Die
Hygiene ist ein Teil der Medizin und
hier die Gesundheitslehre, die sich
mit der Erhaltung und Förderung der
Gesundheit des einzelnen Menschen
(private Hygiene) oder der gesamten
Bevölkerung (öffentliche
Hygiene) befaßt
2. Was ist öffentliche Hygiene ?
(Prüfungsfrage)
Teilgebiet der Medizin, welches sich mit
der Erhaltung und Förderung der
Gesundheit der gesamten Bevölkerung
befaßt.
3. Was versteht man unter
persönlicher Hygiene ? ( der
Helferin )
Körperpflege, Körperreinigung
Die Haut wird von einem
natürlicher Schutzfilm aus Hauttalg
Fett und Wasser bedeckt. In diesem
Schutzfilm halten sich nützliche
Bakterien auf (sogenannte Kommensalen
der Haut) die ständig absterbende
Hautzellen und Sekrete der
Schweiß- und Talgdrüsen
zersetzen.
Insbesondere in feuchtwarmen
Körperregionen (Achselhöhlen,
Genital- und Analbereich) entsteht dabei
Körpergeruch, der von den
Mitmenschen als unangenehm empfunden
wird.
Tägliches Waschen mit Wasser und
Seife sollte deshalb Grundlage der
persönlichen Körperpflege
sein.
Da es sich bei dem Film der die Haut
bedeckt um den sog.
Säureschutzmantel der Haut handelt
sollte er aber nicht vollständig
entfernt werden, weil sich in ihm die
Widersstandstoffe befinden, die uns vor
schädigenden Bakterien, Pilzen und
sonstigen chemischen Einflüssen
schützt.
Deshalb ist darauf zu achten, daß
dieser Film nicht von zu aggressiven
Seifen zerstört wird.
Deshalb werden sogenannte PH neutrale
oder alkalifreie Seifen empfohlen.
Mundhygiene:
Vorbildliche Mundhygiene ist eine
Selbstverständlichkeit für die
Zahnarzthelferin. Lassen Sie auch ihr
Gebiß von Ihrem Chef sanieren. Es ist
wie die Visitenkarte einer Praxis, wenn
eine Helferin den Patienten mit einem
strahlenden Lächeln
gegenübertritt. Achten Sie auch darauf
während der Woche keine Speisen zu
sich zu nehmen, die zu
Geruchsbelästigungen führen
können.
4. Wie ist der Begriff
"Gesundheit" definiert ? (
Zielvorstellung der WHO 1946)
Es ist der Zustand völligen
körperlichen, geistigen, seelischen
und sozialen Wohlbefindens.
Das geht natürlich weit über
die übliche Vorstellung von
Gesundheit als Abwesenheit von Krankheit
und Gebrechlichkeit hinaus. Es
berücksichtigt jedoch, daß
Gesundheit auch vom seelischen
Wohlbefinden und befriedigenden sozialen
Beziehungen abhängig ist. Viele
Krankheitssymptome sind auf seelische
Ursachen zurückzuführen.
Hygienewissenschaftler bezeichnen
Gesundheit als die Fähigkeit des
Menschen sich an Krankheits- und
Belastungssituationen anzupassen.
Beispiel :
-
In der Praxis sind alle den gleichen
Belastungen ausgesetzt, aber die
einen werden öfter krank als die
anderen.
-
Nach dem Verzehr von hygienisch nicht
ganz einwandfreien Speisen spürt
der eine überhaupt nichts
während der andere an Durchfall
erkrankt.
Damit will ich sagen, daß
Krankheit nicht einfach das Gegenteil
von Gesundheit ist. Von Krankheit
sprechen wir nur dann, wenn die normalen
Lebensvorgänge in Organen und
Organsystemen durch einen krankmachenden
Reiz gestört werden. Diese
Störung vermindert die
Leistungsfähigkeit und ist an
bestimmten Symptomen zu erkennen.
5. Grundbegriffe
( Arbeitsbuch Seite 17, Frage 1, -
mögliche Prüfungsfrage,
Klassenarbeit)
|
Gesundheit
|
Zustand des völligen
körperlichen, geistigen,
seelischen und sozialen
Wohlbefindens. (WHO 1946)
oder die Fähigkeit sich an
Belastungs- oder
Krankheitssituationen
anzupassen.
|
|
Hygiene
|
Lehre von der Erhaltung und
Förderung der Gesundheit
|
|
Immunität
|
Widerstandsfähigkeit gegen
Erreger ansteckender
Krankheiten oder Giftstoffe
|
|
Rehabilitation
|
medizinische, berufliche und
soziale Maßnahmen zur
Wiedereingliederung eines
Patienten nach
überstandener Krankheit
|
|
kurative Medizin
|
auf Heilung ausgerichtete
Medizin
|
|
Prävention
|
vorbeugende Maßnahmen zur
Verhütung von Krankheiten
|
|
Prophylaxe
|
Gezielte Maßnahmen zur
Verhütung einer bestimmten
Erkrankung
|
Wir hören in den letzten Jahren
zunehmend folgende Begriffsbestimmungen,
die ich kurz ansprechen will :
Umwelthygiene
Sozialhygiene
Psychohygiene
die unter dem Begriff
6. Allgemeine Hygiene
subsumiert werden.
|
Umwelthygiene
|
Sozialhygiene
|
Psychohygiene
|
|
untersucht die Beziehungen
zwischen Gesundheit und
äußeren
Lebensbedingungen z.B. Wasser,
Boden, Luft, Nahrung, Kleidung,
Arbeit, Wohnung. Sie ist Teil
des Umweltschutzes.
Es werden vor allem unter dem
Gesichtspunkt der
Prävention für
umwelt- und
gesundheitsgefährdende
Stoffe Grenz- und Richtwerte
erlassen, Verbote ausgesprochen
und umweltschonende Verfahren
für Betriebe
vorgeschrieben
|
befaßt sich mit den
gesundheitlichen Auswirkungen
gesellschaftlicher
Lebensbedingungen und den
Beziehungen zwischen Individuum
und Kollektiv
Hierunter fallen
öffentliche
Gesundheitsvorsorge und die
Gesundheitserziehung
|
beschäftigt sich mit der
seelischen Gesundheit bzw. den
seelischen Belastungen und den
darauf beruhenden individuellen
Belastungen.
z.B. wirken sich
Unzufriedenheit mit der
Arbeitsatmosphäre, nicht
vorhersehbare Überstunden,
Nichtbeherrschen von
übertragenen Arbeiten
negativ auf den Betroffenen
aus. Eine möglichst
systematische
Arbeitseinteilung, ein gutes
Arbeitsklima sowie ein
optimales Wissen und
Können sind dagegen
psychohygienische
Positivfaktoren und wirken sich
positiv auf die seelische
Gesundheit aus
|
Faßt man das bereits Gesagte
zusammen, dann klärt sich auch die
Frage nach dem Sinn des Faches Hygiene :
Daß Gesundheit das
höchste Gut ist, das der Mensch
hat, merkt er erst wenn er krank
wird.
Nicht nur für den
Einzelnen, auch für die gesamte
Volkswirtschaft hat Gesundheit eine
große Bedeutung.
Die Behandlung von Krankheiten
an sich verursacht schon große
Kosten.
Aber auch für die
Sozialversicherungen und bei den
Steuereinnahmen entstehen bei hohem
Krankenstand erhebliche
Ausfälle.
Krankheitsvorbeugung hilft daher
nicht nur dem Einzelnen, sondern der
gesamten Bevölkerung.
Beispiele für
Prophylaxemaßnahmen :
-
Karies-Prophylaxe
-
Parodontitis-Prophylaxe
-
Rachitis-Prophylaxe
-
Malaria-Prophylaxe
Beispiele für
Präventionsmaßnahmen
-
Aufklärung über gesunde
Lebensführung und über
gesundheitliche Gefahren der
individuellen Lebensweise
(Risikofaktoren)
-
Schutzimpfungen
-
Vorsorgeuntersuchungen
-
Früherkennungsuntersuchungen
-
genetische Beratung zur
Verhütung erblich bedingter
Leiden
Positive Einflußfaktoren
auf die Gesundheit:
Wenn wir uns mit dem Fernhalten von
Krankheiten beschäftigen, dann
müssen wir uns auch Gedanken
darüber machen, warum wir nicht
ständig krank sind, denn die
Umweltgifte, die wir täglich
aufnehmen, das Anhusten durch die Kollegin
am Arbeitsplatz, das Einatmen des
Spraynebels in der Praxis, das Küssen
des erkälteten Partners machen uns nur
dann krank, wenn mit unserer inneren Abwehr
etwas nicht stimmt.
Wir haben also ein inneres Abwehrsystem
und das nennen wir -Immunssystem.
7. Was ist das Immunsystem?
immun stammt
vom lateinischen
Wort immunis ab und
bedeutet unempfänglich,
geschützt, rein, frei.
Das Immunsystem ist das für die
Immunität des Wirbeltierorganismus
verantwortliche Abwehrsystem.
Es umfaßt die für die
Immunreaktion notwendigen
Antikörper (humoral - in
Körperflüssigkeiten - und
zellulär), T-Lymphozyten
(thymusabhängig) und B-Lymphozyten
(nicht tymusabhängig) sowie alle
immunologisch kompetenten Organe wie
Thymus, Milz, Lymphknoten, Mandeln,
Blinddarm, Peyerscher Plaque im Ileum
sowie im retikuloendothelialen System.
((kann man als inneres Resoptionsepithel
(Endothel) auffassen))
8. Was verstehen wir unter dem Begriff
Immunisierung ?
Wir erkranken an bestimmten
Infektionskrankheiten ausgelöst
z.B. durch Bakterien oder Viren nur
einmal in unserem Leben und sind
anschließend gegen die Erreger
dieser Erkrankungen immun.
z.B. so bei Masern oder Windpocken.
Die Ursache dafür ist die Tatsache,
daß die Krankheitserreger im
Organismus eine Abwehrreaktion
auslösen.
Dabei wirkt der Krankheitskeim
als Antigen (gr. gegen
den Körper gerichtet), d.h. er regt
das Immunsystem des Organismus zur
Bildung von speziellen, gegen diesen
Krankheitskeim
gerichteten Antikörper (Gegenstoffe)
an. Diese Antikörper verbinden sich
mit dem auslösenden Antigen zu
einem Antikörper-Antigen-Komplex.
Dadurch werden die Antigene
unschädlich gemacht. Diesen Vorgang
nennen wir
Immunisierung. Den dabei
entstehenden Schutz nennen
wir Immunität.
Immunität läßt sich auch
künstlich durch Impfung erzeugen.
Kinder werden in den ersten Lebenstagen
und Jahren nach einem festgelegten
Impfplan gegen eine Reihe
gefährlicher Erkrankungen geimpft
(Diphtherie, Masern, Kinderlähmung,
Tetanus). Auch Erwachsene sollten sich
impfen lassen, vor allem die sog.
Auffrischungsimpfungen sind wichtig aber
auch wenn man sich als Erwachsener
besonderen Gefahren ausgesetzt sieht
(Malaria, Grippe)
Medizinischem Personal wird die Impfung
gegen Hepatitis B empfohlen, weil diese
mit dem Blut übertragen wird.
Medizinisches Personal, also Sie und ich
gehören zur besonders
gefährdeten Personengruppe.
Die erstmalige Impfung sowie die
Wiederholungsimpfung sind freiwillig und
für die Beschäftigten
kostenlos. Für den Zahnarzt
schreiben die
Unfallverhütungsvorschriften der
Berufsgenossenschaft für
Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
(BGW) eine Unterrichtung der
Beschäftigten über die
Immunisierung vor :
" Der Unternehmer hat
sicherzustellen, daß die
Beschäftigten über die
für sie infrage kommenden
Maßnahmen zur Immunisierung bei
Aufnahme der Tätigkeit und bei
gegebener Veranlassung unterrichtet
werden ....." (UVV VGB 103,
§4)
Wir unterscheiden bei der Impfung die
-
aktive Schutzimpfung von
der
-
passiven Schutzimpfung
9. Was versteht man unter aktiver
Schutzimpfung
Aktive Schutzimpfung :
Prinzip:
Der Körper wird zur Bildung von
Antikörpern gegen Krankheitserreger
angeregt, ohne daß es zu einer
Infektionserkrankung kommt.
Dafür verwendet man
-
Lebend-Impfstoffe: das sind in
ihrer krankmachenden Wirkung gehemmte
Krankheitserreger (z.B. bei
Röteln oder Poliomyelitis)
-
Tot-Impfstoffe:
abgetötete Krankheitserreger
(Keuchhusten)
-
Toxoid-Impfstoffe: entgiftete
Bakteriengifte, die durch die
Einwirkung von Formalin oder Hitze
aus Bakterienkulturen gewonnen werden
(z.B. gegen Diphtherie oder Tetanus)
-
Oberflächenantigenebei
der aktiven Schutzimpfung gegen
Hepatitis B
10. Was versteht man unter passiver
Schutzimpfung ?
Passive Schutzimpfung :
Prinzip :
Dem Körper werden durch Impfung
spezifische Antikörper
zugeführt
Das Impfserum gewinnt man von Spendern,
die zuvor aktiv immunisiert wurden. Der
Impfschutz tritt nach wenigen Stunden
ein, hält aber nur für wenige
Wochen an, da das körperfremde
Serum vom Organismus abgebaut wird.
Deshalb wird die passive Immunisierung
bei bereits eingetretener Erkrankung
angewendet um den Krankheitsverlauf
günstig zu beeinflussen.
11. Was verstehen Sie unter
Simultanimpfung ?
Dann gibt es schließlich auch noch
dieSimultanimpfung :
Prinzip .
Kombination aus aktiver und passiver
Immunisierung
Beispiel:
Tetanusimpfung bei verletzten Personen
ohne Tetanusschutz als Kombination aus
Tetanusantitoxin (Tetagamâ) und Tetanus-Toxoid
(Tetanolâ)
Tetagam = Antitoxin (also eine passive
Impfung mit Antikörpern)
Tetanol = Antigen (also aktive
Immunisierung zur
Antikörperbildung)
Die Simultanimpfung kombiniert also
Sofortschutz mit langanhaltender Wirkung
Tabelle der neuen Fachbegriffe
|
Antigen
|
Substanz, die eine
Immunreaktion auslöst
|
|
Antikörper
|
Schutzstoffe, die der
Körper gegen Antigene
bildet
|
|
Immunität
|
Unempfindlichkeit gegen eine
bestimmte Art von Erregern
|
|
Aktive Schutzimpfung
|
Impfung mit einem Antigen zur
Auslösung einer
Immunreaktion
|
|
Passive Schutzimpfung
|
Impfung mit Antikörpern
zum Unschädlichmachen
eingedrungener Antigene
|
|
Simultanimpfung
|
Kombination von aktiver und
passiver Schutzimpfung
|
Ausfüllen des Lückentextes auf
Seite 17 (Frage 2) des Arbeitsheftes
Neben den Schutzimpfungen sind zum
Erhalt der Gesundheit noch weitere
Vorsorgemaßnahmen notwendig, auf
die in der Folge in der gebotenen
Kürze eingegangen wird.
Wir unterscheiden
|
Vorsorgeuntersuchungen
|
Früherkennungsuntersuchungen
|
|
Ziel ist es, den Menschen zu
untersuchen, um ihn vor
gesundheitlichen Gefahren zu
bewahren.
|
Ziel ist die eventuell bereits
vorliegenden Erkrankungen in
einem möglichst
frühen Stadium zu erkennen
und zu behandeln
|
Die Übergänge zwischen beiden
Untersuchungen sind fließend und
nicht genau zu trennen, weil auch bei
Vorsorgeuntersuchungen krankhafte
Befunde erhoben werden können und
bei Früherkennungsuntersuchungen
kein Befund erhoben werden muß.
Wir unterscheiden bei den
Vorsorgeuntersuchungen:
|
Jugendarbeistschutz-
Untersuchungen
|
Arbeitsmedizinische
Vorsorgeuntersuchungen
|
Mutterschafts-Vorsorgeuntersuchungen
|
|
Erstuntersuchungen beim
Eintritt in das Berufsleben.
sind nach dem
Jugendarbeitsschutzgesetz
für Personen unter 18
Jahren vorgeschrieben
|
Diese Untersuchung soll das
Auftreten beruflich bedingter
Erkrankungen verhindern bzw.
deren möglichst
frühzeitige Behandlung
ermöglichen
|
Die Untersuchung soll
Abweichungen vom normalen
Schwangerschaftsverlauf
frühzeitig erkennen helfen
um Schäden für Mutter
und Kind zu verhindern
|
|
Nachuntersuchung nach einem
Jahr vorgeschrieben
|
UVV VGB 100
|
Erstuntersuchung dient der
Feststellung der
Schwangerschaft.
Anamnese
Allgemeinuntersuchung
gynäkologische
Untersuchung
|
|
Kontrolluntersuchungen
können jährlich
stattfinden
|
Strahlenschutzverordnung
Röntgenverordnung
|
Kontrolluntersuchungen werden
in den Mutterpaß
eingetragen
|
Früherkennungsuntersuchungen
|
Gesundheitsuntersuchung
|
Kinder-Früherkennungs-untersuchungen
|
Krebs-Früherkennungs-
untersuchungen
|
|
Die Versicherten der ges.
Krankenkassen haben ab dem 36
Lebensjahr jedes zweite Jahr
Anspruch auf eine
ärztliche
Gesundheitsuntersuchung
|
Ziel :
Entwicklungsstörungen,
Erkrankungen,
Behinderungen
möglichst früh zu
erkennen und zu behandeln.
|
Bei den meisten
Krebserkrankungen hängen
die Heilungschancen
entscheidend von der
frühzeitigen Erkennung ab
|
-
Herz-Kreislauferkrankungen
-
Nierenerkrankungen
-
Diabetes mellitus
sollen durch diese
Untersuchungen erkannt werden
|
Durch rechtzeitige Behandlung
können
Gesundheitsstörungen
beseitigt oder zumindest
gemindert werden.
|
Frauen - jährlich :
-
ab dem 20 LJ Untersuchung
der Geschlechtsorgane
-
ab dem 30. LJ
zusätzlich Brust- und
Hautuntersuchung
-
ab dem 45. LJ
zusätzlich Untersuchung
des Dickdarms
|
-
Anamnese mit Risikofaktoren
-
Ganzkörper-untersuchung
-
Blutuntersuchung z.B.
Gesamtcholesterin
-
Harnuntersuchung z.B. auf
Glukose
-
EKG
-
weitergehende Diagnostik,
wenn eine Erkrankung
vorliegt oder vermutet wird
-
Information und Beratung des
Patienten anhand der
Ergebnisse und Befunde der
Untersuchung
|
-
Bis zum 6. Lebensjahr U1 bis
U9
-
Dokumentation im
Kinder-Untersuchungsheft
|
Männer jährlich :
-
ab dem 45 LJ Untersuchung
der äußeren
Geschlechtsorgane, der
Prostata und des Dickdarms
>
|
Erhaltung und Pflege der eigenen
Gesundheit
|
Körperpflege
|
Für Sie als
Zahnarzthelferin kommt der
Körperpflege eine ganz
besondere Bedeutung zu, weil
von Ihrem Erscheinungsbild der
erste Eindruck des Patienten
von der Praxis abhängt .
Dazu gehören :
-
innere positive Einstellung
zur Arbeit
-
positive persönliche
Stimmung
|
|
Mundhygiene
|
Sollte für eine
Zahnarzthelferin
selbstverständlich sein.
Keine geruchsbelästigenden
Speisen während der Woche
(Knoblauch, Zwiebeln, Alkohol)
|
|
Akne
|
Gesichtshaut mit Mitessern und
Pickeln bedarf der
sorgfältigen Reinigung und
Pflege mit geeigneten
Präparaten. Bei schwerer
Akne den Hautarzt konsultieren.
|
|
Haarpflege
|
Ihr persönliches
Erscheinungsbild wird
wesentlich vom Zustand Ihrer
Haare bestimmt. Sorgen Sie
für eine gepflegte Frisur.
Lange Haare müssen
während der Arbeitszeit
zusammengebunden oder mit einem
Stirnband befestigt werden.
Besonders notwendig ist dies
bei der Assistenz am Stuhl
|
|
Pflege von Händen und
Nägeln
|
Vor dem Essen
nach dem Gang zur Toilette
nach dem Husten
nach dem Niesen
nach dem Aufheben von
heruntergefallenen
Gegenständen vom
Fußboden sind die
Hände zu waschen
Krankheitskeime vermehren sich
besonders gut unter den
Nägeln
|
Bekleidung
Zu enge Kleidung beschränkt die
Bewegungsfreiheit und behindert die
Atmung. Zu weite Kleidung, Ärmel
und Tücher bergen Unfall- und
Verletzungsgefahren.
Naturfasern, Wolle, Baumwolle und Seide
sind besser als Kunstfasern, weil sie
luftdurchlässiger sind und
Feuchtigkeit besser aufnehmen und
abgeben. Gleichzeitig sorgen sie
für ausreichenden Wärmeschutz.
Schmuck, Ringe, Uhren usw. dürfen
im klinischen Bereich der
zahnärztlichen Praxis nicht
getragen werden. Diese Accessoires
bieten Bakterien Schlupfwinkel und
fördern die Verletzungsgefahr.
Auf die Vorteile eines gesunden
Arbeitsklimas möchte ich nicht
gesondert eingehen, vielleicht
unterhalten wir uns darüber einmal
in zwei Jahren kurz vor Ihrer
Abschlußprüfung.
Aber auf eines will ich Sie hinweisen:
Auch der Zahnarzt und sein Personal
unterliegen Leistungsschwankungen,
darauf sollten Sie bei der Terminplanung
mit Patienten achten. Auch wenn der
Wunsch des Patienten nach Behandlung
abends um 19.00 Uhr legitim ist, sollten
Sie zu diesem Termin keine
Präparation oder aufwendige
Wurzelbehandlung mehr einplanen.
Freizeit, Urlaub und gesunde
Ernährung ansprechen.
Medizinische Mikrobiologie
Definition :
Lehre von den Kleinstlebewesen
(Mikroorganismen)
Mikroorganismen sind stets Einzeller,
der Mensch, das Tier und die Pflanzen
bestehen dagegen aus vielen Zellen,
deren wichtigstes Merkmal der Zellkern
mit den Erbinformationen ist.
Bevor wir nun die Hygiene weiter
behandeln müssen wir einen Ausflug
in die Histologie machen und die Zelle
rekapitulieren.
Die Zelle
|
Definition
|
Leistungen der Zelle
|
|
kleinste selbständige
Funktionseinheit des
Körpers mit allen Zeichen
des Lebens
|
-
Reizaufnahme und
-verarbeitung
|
Alle Zellen des Körpers stammen von
der befruchteten Eizelle ab, aus der sie
durch eine Vielzahl von Teilungen
entstehen.
Bei dieser Teilung können sie sich
auf verschiedene Aufgaben
spezialisieren, wodurch sie Unterschiede
in Größe, Feinbau und Form
aufweisen.
Der Grundaufbau jeder Zelle des
Körpers ist jedoch einheitlich und
besteht aus dem Zellkern und dem Zelleib
(Zytoplasma)
Die. Zelle besteht aus
dem
Zellkern (Nukleus). und
dem. Zelleib (Zytoplasma)
Der Zellkern. ist
für die Kontrolle der
Lebensfunktionen der Zelle
verantwortlich. Jeder Zellkern in
unserem Körper enthält den
gesamten Bauplan unseres Organismus.
Dieses genetische Material (Erbgut) ist
in Form von Genen (DNS und RNS) auf den
Chromosomen gespeichert.
Jede menschliche Zelle enthält 23
Chromosomenpaare, also 46 Chromosomen.
Als Sicherheitskopie liegt jedes
Chromosom in doppelter Ausführung
vor. Einzige Ausnahme ist das
geschlechtsspezifische Chromosomenpaar
(beim Mann XY bei der Frau XX)
Zellteilung und
Spezialisierung werden vom
Zellkern aus gesteuert. Je
nach Spezialisierung werden bei der
Keimesentwicklung die Gene aktiviert, so
daß entweder eine Leberzelle, eine
Muskelzelle oder eine Keimzelle
entsteht.
Im Zellkern befindet sich das
Kernkörperchen (Nukleolus) darin
ist die RNS enthalten, die für die
Weitergabe der Erbinformation der DNS
verantwortlich ist und außerdem
die Eiweißproduktion der Zelle
steuert.
Der Zellkern ist durch die Kernmembran
vom sogenannten
Zytoplasma (Zelleib)
getrennt. Wie der Name schon sagt,
handelt es sich um eine Membran, die
durchlässig ist und in der Tat
findet ein reger Stoffaustausch zwischen
Zellkern und dem Rest der Zelle statt.
Das Zytoplasma besteht aus einer
eiweißreichen wäßrigen
Flüssigkeit, in der die sog.
Zellorganellen eingebettet sind. Nach
außen grenzt die
Zellmembran die Zelle ab.
Membranen
(lat. Zarte Haut) besteht aus
Eiweiß und Fettverbindungen.
Aufgabe : Trennung der verschiedenen
Zellbestandteile, aber auch Trennung von
Zellen untereinander. Membranen
kontrollieren den Eintritt und Austritt
von Stoffen in die und aus der Zelle.
Gleichzeitig ist die Membran auch ein
Kommunikationsorgan, sie kann andere
Zellen erkennen und nimmt Reize auf.
Zellorganellen.
Mitochondrien :
Kraftwerke der Zellen. Produzieren
ATP Adenosintri
phosphat, eine Substanz, die
überall in der Zelle die Energie
für die chemischen Reaktionen in
der Zelle liefert. Für die
Produktion von ATP werden Sauerstoff und
vor allem Glucose benötigt
(Traubenzucker) Zellen mit hoher
Stoffwechselaktivität, weisen
besonders viele Mitochondrien auf
(Leber- und Nierenzellen mit bis zu 2000
Mitochondrien je Zelle)
Endoplasmatisches Retikulum
(ER)
Es handelt sich dabei um ein
röhrenförmiges Kanalsystem aus
Membranen, die Zellmembran und
Kernmembran miteinander verbindet und
als Transportsystem der Zelle dient.
Außerdem teilt es die Zelle in
verschiedene unterschiedliche
Räume. An der
Außenfläche der ER sind
kleine perlenförmige Gebilde, die
sog. Ribosomen zu finden. Ribosomen
produzieren Enzyme.
Enzyme
sind Eiweißkörper die
chemische Reaktionen bewirken oder
beschleunigen. Sie sind meist auf ganz
bestimmte Reaktionen spezialisiert.
So baut das Speichelenzym Amylase
Stärke aus der Nahrung zu kleinen
Bruchstücken ab, die dann
weiterverarbeitet werden können.
Alle Stoffwechselvorgänge unseres
Körpers sind an Enzyme gebunden.
Golgi-Apparat
Eine weitere Aufgabe erfüllen die
Golgi Apparate, in deren Membran die
Syntheseprodukte der Ribosomen, also die
Enzyme gespeichert werden. Sollen diese
Stoffe aus der Zelle geschleust werden,
weil sie gebraucht werden, schnürt
der Golgi-Apparat kleine Bläschen
ab, die zur Zellmembran wandern und sich
dort nach außen entleeren.
Drüsenzellen haben stets einen
großen Golgi-Apparat im Zelleib.
Lysosomen
Die Lysosomen sind der Entsorgungsdiesnt
der Zelle. Sie nehmen zelleigenen
Abfallprodukte auf, auch
Zellbruchstücke und Fremdstoffe.
Sie enthalten ein auflösendes Enzym
(Lysozym), das ähnlich wie das
Verdauungsenzym wirkt.
Platzen Lysozyme, kann es zur
Selbstverdauung der Zelle kommen. Beim
Menschen sorgen Lysozyme z.B. für
die Auflösung von Bakterien, wenn
diese von Freßzellen aufgenommen
werden.
Zentriolen
Die röhrenförmigen Zentriolen
bilden bei der Zellteilung sogenannte
Spindelapparate, eine Faserstruktur, die
bei der Trennung der Chromosomen
während der Zellteilung notwendig
ist.
Physiologie der Zelle.
Jede Zelle weist die Kennzeichen des
Lebens auf :
Stoffwechsel ist die
Fähigkeit Nahrung aufzunehmen, zur
verarbeiten und Abfallprodukte
auszuscheiden
Stoffwechselleistung der Zelle
ist der Aufbau körpereigenener
Substanz und die Energiegewinnung
Reizreaktionen der Zelle werden
ausgelöst durch Hormone,
Membranbestandteile anderer Zellen oder
körperfremde Stoffe. Wenn sich z.B.
Sauerstoff an die Zelle anlagert wird
ein Reiz ausgelöst. Die Zellmembran
umschließt den Stoff und
transportiert ihn ins Innere der Zelle,
wo er weiterverarbeitet wird. Diesen
Vorgang nennt man Endozytose im
Gegensatz zur Exozytose, das ist der
Stofftransport aus der Zelle heraus.
Wenn es sich um feste Partikel handelt,
dann spricht man von Phagozytose und bei
Flüssigkeiten von Pinocytose.
Fortpflanzung /
Wachstum
Zellen vermehren sich durch Teilung.
Beim einzelligen Lebewesen ist die
Zellteilung identisch mit der
Fortpflanzung.
Beim vielzelligen Organismus bedeutet
Zellteilung Wachstum .
Es gibt zwei Arten von Zellteilung :
Amitose
heißt direkte Teilung durch
Einschnürung :
Beim Menschen nur bei einigen Leber- und
Muskelzellen sowie Krebszellen
Mitose
heißt indirekte Teilung, das
heißt es werden identische
Tochterzellen erzeugt. Dafür werden
innerhalb der Zelle alle
Zellbestandteile und die Chromosomen vor
der Teilung verdoppelt. Fast alle Zellen
des menschlichen Organismus vermehren
sich durch Mitose.
Die Mitose läuft in vier
Phasen ab:
1. Prophase : Die Zelle stellt ihre
spezifische Tätigkeit ein, die
Kernmembran löst sich auf, die
Chromosomen werden sichtbar, die
Zentriolen wandern zu den Zellpolen
2. Mataphase : Die Chromosomen ordnen
sich in der Äquatorialebene an. Von
den Zentriolen ausgehend ziehen
Spindelfasern zu den Chromosomen
3. Anaphase : Die Chromosomenpaare
trennen sich voneinander die Zelle
beginnt sich einzuschnüren
4, Telophase : Die Chromosomen
entspiralisieren sich, die Kernmembran
bildet sich neu und die Zelle kann ihre
spezifische Aufgabe übernehmen.
5. Interphase : Dies ist die Phase
zwischen den Zellteilungen, in der die
Bausteine für die Zellteilung
bereitgestellt werden und die
Chromosomenverdopplung stattfindet.
Meiose
(gr. meiosis = Verringerung) heißt
auch Reduktionsteilung ist eine
Sonderform und kommt nur bei der Bildung
der Keimzellen vor. Ergebnis der Meiose
sind Zellen mit einfachem (haploiden)
Chromosomensatz 22 Chromosomen und ein
Geschlechstchromosom. Bei der
Verschmelzung von Ei- und Samenzelle
ergänzen sich die
Chromosomensätze wieder zu einem
vollständigen Chromosomensatz
Wachstum und Reifung
Im Anschluß an die Zellteilung
macht jede Zelle die Phase des Wachstums
und der Reifung durch. Dabei wächst
sie auf die Größe der
Mutterzelle heran und bildet alle
zelltypischen Strukturen und Funktionen
aus.
Bewegung :
amöboide Bewegung : das Zytoplasma
bewegt sich und damit die Zelle
Flimmerhärchen : erzeugen einen
Flimmerstrom im Eileiter oder in den
Atemwegen und bewegen Partikel.
Muskelzellen : Myofibrillen im
Zytoplasma
Zurück zur
Mikrobiologie
Die Zellen einiger Mikroorganismen
besitzen im Gegensatz zu den tierischen
und pflanzlichen Zellen keinen Zellkern.
Die Erbinformation liegt frei in
bestimmten Bereichen der Zelle.
Zu den Mikroorganismen zählen:
Die meisten Mikroorganismen sind
apathogen (nicht krankmachend) und
bilden mit dem Wirtsorganismus eine
Symbiose (Beispiel Darm, wo die
Bakterien das Vitamin K für die
Blutgerinnung bilden).
Solche Mikroorganismen, die Infektionen
auslösen bezeichnen wir als
pathogen(krankheitserregend).
Wenn Mikroorganismen auf Kosten eines
anderen Organismus leben, bezeichnen wir
sie als Parasiten.
Als Infektion bezeichnet man das
Eindringen von Krankheitserregern in den
Körper und ihre Vermehrung in ihm.
|
Art der
Mikroorganismen
|
Bakterien
|
Pilze
|
Viren
|
Protozoen
|
|
Charakteristik
|
Zelle
|
Zelle
|
Kein Zelleib, kein Zellkern,
besteht nur aus Erbmaterial
|
tierische Einzeller
|
|
Rolle
|
Gärung, Fäulnis,
Krankheitserreger
Tuberkulose,
Diphtherie, Karies, Scharlach,
Eiter, Syphilis, Cholera,
Aktinomykose,
Wundstarrkrampf,
|
sind den Pflanzen sehr
ähnlich, es fehlt aber das
Chlorophyll, deshalb keine
Möglichkeit zur
Photosynthese.
|
Erreger von Grippe, AIDS,
Hepatitis
|
Überträger von
Malaria, Toxoplasmose
im zahnärztlichen Bereich
-keine
|
|
Größe
|
0,5 - 5mm
|
etwa 0,5mm
|
0,05 - 0,2mm
|
10-100mm
|
|
Form
|
Kugeln - Kokken
Stäbchen
Schrauben
|
fadenförmig
|
kugelig, kubisch
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Stoffwechsel
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eigener Stoffwechsel, sind auf
Nährböden
züchtbar, mit der
Unterscheidung nach
Lebensweise:
anaerob
aerob
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wie normale Zelle
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keiner
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wie die normale Zelle
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Vermehrung
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Zellteilung
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Zellteilung oder Sporenbildung
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nur in einer Wirtszelle
möglich. Dringt in
Wirtszelle ein, setzt
Erbmaterial frei - Stoffwechsel
der befallenen Zelle wird so
verändert, daß sie
neue Viren bildet und dann
abstirbt.
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Zellteilung
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Färbung
Es kann dadurch der
unterschiedliche Zellwandaufbau
unterschieden werden
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gram negativ - lassen sich
durch Alkohol wieder
entfärben, gram - positiv
- lassen sich durch Alkohol
nicht entfärben
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Abtötung
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Anerkannte Desinfektions- und
Sterilisationsverfahren
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Anerkannte Desinfektions- und
Sterilisationsverfahren
|
Anerkannte Desinfektions- und
Sterilisationsverfahren
|
Anerkannte Desinfektions- und
Sterilisationsverfahren
|
Was sind Sporen ? (Prüfungsfrage)
Ein Teil der Bakterien sind unter
ungünstigen Lebensbedingungen in
der Lage Dauerformen zu bilden,
sogenannte Sporen. (
Widerstandsfähige Dauerform der
Bakterien)
In diesem Zustand ruht der
Stoffwechsel. Die Bakterien
können in diesem Zustand
überleben. Verbessern sich die
Lebensbedingungen wieder, so bilden sich
aus Sporen wieder Bakterien.
Die große Resistenz der Sporen
gegenüber chemischen und
physikalischen Einwirkungen muß
bei den Hygienemaßnahmen in der
Praxis berücksichtigt werden.
Sporen sind durch Desinfektion nicht zu
zerstören, nur durch Sterilisation
(Dampf, Heißluft) können sie
abgetötet werden.
Bakterien dagegen sind durch
Desinfektion und Sterilisation
abzutöten.
Was sind Bazillen ? (Prüfungsfrage)
Im engeren Sinne sind das die
sporenbildenden Bakterien.
Im weiteren Sinne (Umgangssprache) ist
es die Bezeichnung für vor allem
pathogene (krankmachende) Bakterien.
Was sind Spirochäten ?
(Prüfungsfrage)
Stammt von gr.speira- Windung
undchaite- langes Haar ab.
Unterscheidet sich von allen anderen
Bakterienarten durch charakteristische
Gestalt und Art der Fortbewegung.
Spiralförmige Bakterien.
Treponema (PA)
Was sind Rickettsien ?
(Prüfungsfrage)
Der amerikanische Pathologe Ricketts
fand diese kleinen unbeweglichen
Stäbchen oder Kokken.
Es handelt sich dabei um harmlose
Parasiten oder Symbionten im Darmepithel
von Läuse, Flöhen, Zecken.
Bei Übertragung auf den Menschen
durch Biß kommt es zu schweren
Erkrankungen.
Was sind Streptokokken ?
gr. streptos - gedreht
kugelförmige, gramnegative
Bakterien, die lange perlschnurartige
Ketten bilden.
Sind homofermentative
Milchsäurebakterien. Sind harmlose
Kommensalen der Mundschleimhaut, aber SM
ist der Karieserreger .
Was sind Staphylokokken ?
gr. staphyle - Weintraube
Sind wie eine Beere oder Traube
angeordnete Bakterien, grampositiv,
(lassen sich nicht entfärben durch
Alkohol) aerob und fakultativ anaerob
und unbeweglich. Eitererreger.
Die wichtigste Aufgabe der Hygiene in
der zahnärztlichen Praxis
ist, den Kontakt von Patienten und
Praxisteam mit
Krankheitserregern zu vermeiden und so das
Übertragen von Krankheiten zu
vermeiden.
Die wichtigsten Maßnahmen hierzu
sind.:
-
Tragen von Schutzkleidung
-
regelmäßige Reinigung und
Desinfektion von Räumen,
Mobiliar und Geräten
-
Desinfektion, Reinigung und
Sterilisation von Instrumenten
-
korrekte Abfallentsorgung
Die Maßnahmen zur Verhinderung von
Infektionen sind ein bedeutendes
Aufgabenfeld der zahnärztlichen
Assistentin (Zahnarzthelferin). Damit
Sie diesen Aufgabenbereich sicher
erfüllen können, müssen
Sie die Infektionsquellen und die
Infektionswege kennen.
Infektionsquellen und Infektionswege
Mögliche Infektionsquellen:
Die größte Infektionsquelle
ist der Mensch..
Personal
Patienten
Reinigungspersonal
Lieferanten
Alle Personen, die sich in der Praxis
aufhalten, also nicht nur Patienten
sondern auch das Personal sind
potentielle Infektionsquellen.
Wie ist der Infektionsweg
:
Direkt
von Mensch zu Mensch oder
über den Umweg der Kleidung,
Wände, Fußböden,
Geräte und Instrumente.
Von den Personen und deren Kleidung
können Krankheitskeime auf die
Geräte, Instrumente und so
letztendlich auf Fußböden und
Wände übergehen.
Personen :
Hände und Atemluft sind die
wichtigsten Infektionsquellen.
Was kann dabei passieren ?
Die Hände des Zahnarztes oder der
Assistentin können Infektionen von
einem zum anderen Patienten
übertragen.
Deshalb ist vor und nach der Behandlung
die Händedesinfektion erforderlich
(vgl. Krankenhaus: dort sind vor den
Krankenzimmern
Händedesinfektionsspender
angebracht, z.B. auf den
Intensivstationen.
Indirekter Infektionsweg oder
Schmierinfektion :
Körperausscheidungen (Verschmieren
von Blut und Eiter, Urin, Kot)
Wasser, Lebensmittel
Staub
Gegenstände (mit Blut verunreinigte
Spritze)
jegliche Gefährdung ist deshalb
durch vorsichtiges Hantieren sowie
optimale Desinfektion uns Sterilisation
zu vermeiden.
Infektion durch
Überträger :
Malaria durch Anophelesmücke, der
Überträger selbst wird nicht
krank, so auch der Zeckenbiß, ich
hatte das gestern bereits erwähnt,
dabei werden an sich harmlose
Rickettsien zu gefährlichen
Krankheitserregern
(Hirnhautentzündung - Meningitis -)
Infektionen durch
Zwischenwirte
Tollwut durch Füchse oder Hunde
Im Gegensatz zur Infektion durch
Überträger leiden die
Zwischenwirte auch unter der
Infektionskrankheit.
Angeborene Infektion
Röteln, durch Übertragung
durch die Mutter auf den Embryo
DieEintrittspforte in den
Körper können die
-
Atemwege bei
Tröpfcheninfektion sein,
-
Haut- und
Schhleimhautwunden (z.B. im Mund)
- meist Schmierinfektion - und der
-
Verdauungstrakt
über Wasser und Lebensmittel
Bei Überträgern oder
Zwischenwirten gelangt die Infektion
über Stiche und Bisse in den
Körper.
Kontamination Verunreinigung,
Verschmutzung
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Infektionsquelle
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gefährdete Personen
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-
entsteht beim hochtourigen
Bohren und Schleifen
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-
kommen mit
Infektionsträgern in
Kontakt, bes. Blut, Eiter
|
|
-
Fußböden,
Wände, Mobiliar
|
-
dort sind stets Keime
vorhanden, da bestimmte
Bereiche, z.B. Ecken,
Ritzen, schwer zu reinigen
sind ständige
Fußbodenverunreinigungen
durch Straßenschuhe
|
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|
|
-
Keimübertragung durch
Berührung der
Sanitärausrüstung
oder durch Handtücher
|
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|
-
Pausenräume
(Essensreste)
|
|
Da wir nicht erwarten können, von
jedem Patienten über dessen
individuelles Infektionsrisiko
aufgeklärt zu werden - oft wissen
es die Patienten selbst nicht -
müssen wir uns so verhalten und
schützen, als ob jeder Patient ein
möglicher Infektionsträger
ist.
Jetzt drehe ich den Spieß einmal
herum. Auch der HIV Patient und der
Hepatitispatient müssen behandelt
werden. Sie tragen zwar ein großes
Risiko für uns in sich, aber selbst
sind sie meistens so geschwächt,
daß sie auch vor uns
geschützt werden müssen, weil
selbst harmlose Infektionen zu
lebensbedrohlichen Situationen
führen können. Deshalb sterile
Handschuhe und Mundschutz.
So und nun kommen wir endlich zu den
Begriffen Desinfektion und
Sterilisation:
Definitionen
Desinfektion : Abtöten,
Inaktivieren oder weitgehende
Reduzierung von Krankheitserregern, so
daß eine Infektion nicht mehr zu
befürchten ist. (Keimverminderung)
Sterilisation : Abtöten,
Inaktivieren oder Entfernen aller
vermehrungsfähigen
pathogenen und apathogenen
Mikroorganismen und deren Dauerformen
(Sporen)
Asepsis : Zustand der Keimfreiheit (auch
Sterilität)
Antisepsis : Zustand der Keimarmut
Die Begriffe Desinfektion und
Sterilisation bezeichnen
Maßnahmen zum Erreichen
optimaler hygienischer
Verhältnisse,währenddie
BegriffeAsepsis und
Antisepsis alsZustandsbezeichnungen anzusehen
sind.
Aseptische Zustände kommenin der
Zahnarztpraxis so gut wie nicht, oder
nur in sehr seltenen Fällen vor,
weil wir die Mundhöhle als
natürliches Arbeitsfeld haben.
In der Zahnarztpraxis kommen folgende
Desinfektionsbereiche vor :
-
Flächen- und
Gerätedesinfektion
(Ausrüstung, Mobiliar,
Absauganlagen, Räume)
-
Desinfektion von Abformungen und
Werkstoffen
Sterilisiert können und werden :
Desinfektionsverfahren
Wir unterscheiden prinzipiell zwei
Verfahren, diechemische und
diephysikalische Desinfektion.
Chemische Desinfektion :
-
bakterizid bakterientötend
-
tuberkuloziod Tuberkelbakterien
abtötend
-
viruzid vireninaktivierend
-
mikrobiozid
mikroorganismenabtötend
-
sporizid sporeninaktivierend
Diese Eigenschaften hängen aber
nicht nur von den verwendeten Mitteln
alleine ab, sondern auch stark von
derenKonzentration
undEinwirkzeit
Desinfektionsmittel werden vom Handel
als Konzentrat geliefert und müssen
verdünnt werden. Dabei reicht es
aus sich nach den Herstellerangaben zu
richten, den diese Mittel müssen
zugelassen werden und die Hersteller
bürgen für die Qualität,
ansonsten bekommen sie die Lizenz zur
Verbreitung ihres Mittels entzogen.
Tabelle Buch Seite 55
5 %-ige Lösung heißt 50 ml
Desinfektionsmittel auf 950 ml Wasser
Folgen von Unterdosierung :
Wirkungsverlust
Folgend er Überdosierung :
Materialschäden
Die wesentlichen chemischen Wirkstoffe
sind :
|
Alkohol
|
70 %-ig als Spiritus dilutus.
Ansonsten gibt. s einen
Arzneimittelregress
|
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Aldehyde
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Formaldehyd
|
|
Phenole
|
Kresol
|
|
Halogene
|
Chlor,Brom,Jod
|
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Oxidationsmittel
|
H2O2
|
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Schwermetallverbindungen
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Silbersalze
|
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Säure
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Peressigsäure
|
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Oberflächenaktive
Substanzen
|
Ammoniumverbindungen
|
Physikalische Verfahren:
Thermodesinfektion, arbeiten
ähnlich wie
Geschirrspülautomaten, aber bei 93
Grad C
und mindestens 10 Minuten.
Sie führen neben einer sicheren
Desinfektion auch eine gründliche
Reinigung durch.. Sie entlasten das
Personal und verringern die
Verletzungsgefahr.
Händedesinfektion:
Einreibepräparate auf Alkoholbasis
Chirurgische und die hygienische
Händedesinfektion Buch Seite 56
Kästen.
Chemische Desinfektion
Wichtig ist das gute Abspülen unter
fließendem Wasser, damit alle
Desinfektionsmittelreste entfernt
werden, anschließend bürsten,
abtrocknen und dann sterilisieren.
-
Alle Instrumente sofort nach Gebrauch
60 Minuten ins Desinfektionsbad
-
Desinfektionslösung richtig
dosieren
-
Nicht über Nacht einlegen
(Materialschäden)
-
Täglich frische Lösung
ansetzen
-
Instrumente nicht in die Lösung
werden (Beschädigungen)
-
Instrumente mit Gelenken (Zangen)
müssen vor dem Einlegen
geöffnet werden
-
Nicht mit der bloßen Hand in
die Lösung greifen
(Verletzungsgefahr)
-
Instrumente nach der D. sofort unter
fließendem Wasser gut
abspülen
-
Hand- und Winkelstücke und
Turbinen dürfen nicht in
Desinfektionslösungen getaucht
werden
-
Rotierende Instrumente dürfen
nur in spezielle Desinfektions- und
Reinigungslösungen eingelegt
werden (Fertiglösungen)
-
Wurzelkanalinstrumente sind besonders
empfindlich und müssen separat
desinfiziert werden
-
wird ein Ultraschallbad verwendet
müssen dort geeignete
Desinfektions- und
Reinigungslösungen
hineingebracht werden.
Ultraschall
Bei hochgradiger Verschmutzung ist die
Reinigung und Desinfektion
inUltraschallgeräten
empfehlenswert.
z.B. beiDiamantinstrumenten
Bohrern
Abformlöffeln
Prothesen
Die Reinigungswirkung beruht
aufUltraschallwellen.
Diese Ultraschallwellen zerreißen
die Flüssigkeit in kleinste
Bläschen, die heftig
aufeinanderprallen und sich dabei
auflösen. Der Zusammenprall wirkt
auf der Oberfläche von festen
Körpern wie eine Bürste und
löst die Schmutzpartikel ab.
Die Desinfektion erfolgt durch den
Zusatz eines chemischen
Desinfektionsmittels.
Exkurs Akustik
Alles, was wir aus unserer Umgebung mit
dem Ohr wahrnehmen, sind Schallwellen.
Diese Schallwellen gehen von
Körpern aus, die schnell schwingen
(Schallquellen).
Schallwellen breiten sich in
gasförmigen, flüssigen und
festen Körpern aus (Luft, Wasser,
Eisenbahnschwellen, Oberleitungen)
Die jeweilige Tonhöhe hängt
von der Frequenz der Schallschwingungen
ab.
Wir Menschen können Schwingungen
(Frequenzen) von 16 bis 16000 Hz als
Schall wahrnehmen. Kinder und
Jugendliche sogar bis 20 000 Hz.
Frequenzen über 160 000 Hz werden
als Ultraschall bezeichnet.
In der Zahnmedizin wird Ultraschall
neben Reinigungszwecken noch zur
Krankheitserkennung und zur Behandlung
(Zahnsteinentfernung) eingesetzt.
Sterilisation Definitionen :
|
Sterilisation
|
Abtöten, Inaktivieren oder
Entfernen aller
vermehrungsfähiger
Mikroorganismen
|
|
steril
|
Zustand frei von Leben jeder
Art (gleichbedeutend mit
:aseptisch)
|
|
Sterilisiergut
|
Objekte, die sterilisiert
werden sollen
|
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Sterilgut
|
Objekte, die bereits
sterilisiert und
keimdicht verpackt sind
|
Dampfsterilisation erfolgt im Autoklav
Der Autoklav arbeitet mit
gesättigtem Wasserdampf,
ähnlich wie ein Dampfdrucktopf.
Wasser wird im verriegelten Innenraum
zum Sieden gebracht und verdampft
Der Wasserdampf treibt die im Gerät
vorhandene Luft durch ein Ventil nach
draußen
Ist der gesamte Innenraum nur noch mit
Wasserdampf gefüllt
(gesättigter Dampf) wird das Ventil
geschlossen. Der Innenraum ist nun
luftdicht verschlossen.
Bei normalem Luftdruck von 1013 hPa
siedet das Wasser bei
100°C.
Kann jedoch, wie im Autoklaven, der
Wasserdampf nicht entweichen, so wird er
mehr und mehr zusammengedrückt
(gespannter Dampf) und der Druck steigt.
Bei steigendem Druck erhöht sich
die Siedetemperatur.
Bei 2026 hPa siedet Wasser bei 120°C,
bei 3039 hPa siedet Wasser bei 134°C,
ein Sicherheitsventil verhindert einen
zu hohen Druckanstieg.
Zur Erklärung : Früher wurde
der Druck in Bar oder Atü gemessen,
1 bar = 1000 hPa
Der Betrieb des Autoklaven läuft in
sechs Schritten ab :
|
Anheizzeit
|
in dieser
Zeit wird das destillierte
Wasser im Gerät auf
100ºC erhitzt,
Wasserdampf entsteht und kann
nicht aus dem Gerät
entweichen.
|
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Entlüftungszeit
|
Zeit, bis die Luft
vollständig aus dem
Gerät entwichen ist
|
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Steigzeit
|
Zeit vom Ende der
Entlüftung bis zum
Erreichen der
Sterilisationstemperatur
(121°C oder
134°C
|
|
Ausgleichszeit
|
Zeit vom Erreichen der
Betriebstemperatur bis zum
Temperaturausgleich innerhalb
des Sterilisiergutes.
|
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Abtötungszeit
|
Zeit in der alle Keime
abgetötet werden. Sie
beträgt
einschließlich
Sicherheitszuschlag:
20 Minuten bei 121°C und
5 Minuten bei 134°C
|
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Abkühlzeit
|
Zeit vom ende der
Keimabtötung bis zum
Temperaturabfall auf 80°C
|
Sterilisiergut, das im Autoklaven
sterilisiert werden kann :
Metallinstrumente
Glasartikel
Porzellan
Textilien
Gummi
Kunststoffe
Watte
Zellstoff
Vorsicht ist geboten bei Turbinen und
Winkelstücken, nur nach Anweisung
der Hersteller.
Stahlbohrer nicht in den Autoklaven,
rosten !
Öl, Chemikalien, Metallspäne
und Rost verunreinigen das Wasser und
verschmutzen Autoklav und
Sterilisiergut, deshalb Wasser
öfter wechseln. Destilliertes
Wasser ist obligat weil Leitungswasser
zu Belägen und
Korrosionsschäden führt.
Das Gerät darf wegen der
Explosions- und Verbrühungsgefahr
während der Sterilisation nicht
geöffnet werden.
Heißluftsterilisation
Es werden elektrisch beheizte
Geräte verwendet, wobei die
erhitzte Luft zur
gleichmäßigen Verteilung
umgewälzt wird.
Die Temperatur bei der reinen
Luftsterilisation muß höher
sein als bei der Dampfsterilisation,
weil die Mikroorganismen im trockenen
Zustand sehr hitzebeständig sind :
Ablauf der Sterilisation in vier
Schritten (s. Autoklav ohne
Entlüftungszeit und ohne Steigzeit)
30 Minuten bei 180°C
10 Minuten bei 200°C
Sterilisiergut :
Alle Metallinstrumente
Scheren, Skalpelle, Metallbohrer,
Wurzelkanalinstrumente.
Nachteil, schneidende Instrumente werden
schnell stumpf, Frakturgefahr für
Endoinstrumente.
Ungeeignet :
Gummi, Watte, Zellstoff, Kunststoffe,
Email, Hand- und Winkelstücke sowie
Turbinen.
Gasterilisation:
1. Äthylenoxid bei 55°C, deshalb spricht man
auch von Kaltsterilisation
2. Die Trockengassterilisation im Harvey
Chemiklaven bei 126°C
Funktionsprüfung mit
Sporenpäckchen, die dem
Sterilisationsgut beigegeben werden.
Vorne - Mitte - Hinten
Nach der Sterilisation werden die
Sporenpäckchen mit einem Formblatt
an ein Hygieneinstitut geschickt.
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